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Barmer setzt auf häusliche Tests zur Früherkennung von Darmkrebs

Freitag, 8. April 2022

/appledesign, stock.adobe.com

Berlin – Die Barmer will mit einem neuen System mehr Versicherte dazu bewegen, an der Darmkrebs­früherkennung teilzunehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoff­wechselkrankheiten (DGVS) begrüßt das Angebot.

Danach werden Anspruchsberechtigte über die App der Krankenkasse benachrichtigt und zur Früherken­nung eingeladen. Über einen Link können sie einen immunologischer Stuhltest für zu Hause anfordern und anschließend kostenlos zur Auswertung in ein Labor schicken.

Auch über die Webseite der Kasse ist der Test erhältlich. Die Versicherten können die Untersuchung be­reits ab 40 Jahren durchführen und nicht erst ab 50 Jahren wie sonst in der gesetzlichen Kranken­versi­cherung vorgesehen.

„Mit unserer Online-Einladung zur Darmkrebsfrüherkennung schaffen wir ein niedrigschwelliges Ange­bot, um die Teilnehmerzahl möglichst zu verdreifachen. Das wird Leben retten“, sagte Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer.

Die DGVS bewertet die Maßnahme als „sehr sinnvoll“. „Auf diese Weise können Patienten zu Hause und ohne großen Aufwand eine Darmkrebsfrüherkennung mittels Stuhltest durchführen. Ein Arztbesuch ist erst dann erforderlich, wenn der Test positiv ist, da dann eine Koloskopie erfolgen muss“, sagte der DGVS-Experte Frank Kolligs dem Deutschen Ärzteblatt.

Da alle Barmer-Versicherten ab 40 Jahren anspruchsberechtigt seien, bestehe auch ein Angebot zur Vor­sorge für Risikogruppen, die bereits vor dem 50. Lebensjahr ihre erste Vorsorge angehen sollten.

„Wichtig ist, dass der Stuhltest nicht nur einmalig oder sporadisch, sondern regelmäßig alle ein bis zwei Jahre erfolgt. Dies ist Voraussetzung dafür, eine möglichst hohe Zahl an Darmkrebsfällen frühzeitig zu entdecken und zu heilen“, sagte der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Gastroenterologie, Hepa­tologie & Diabetologie, Interdisziplinäres Endoskopiezentrum, Helios Klinikum Berlin-Buch.

Er betonte, dass die Versicherten ab dem 50. Lebensjahr auch die Möglichkeit zur Vorsorgekoloskopie hätten, die bei unauffälligem Befund nach zehn Jahren wiederholt werden sollte. © hil/aerzteblatt.de

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