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Münsteraner Arbeitsgruppe untersucht Medikamenten­resistenz bei psychischen Erkrankungen

Montag, 11. April 2022

/Victor Moussa, stock.adobe.com

Münster – Eine Arbeitsgruppe der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster untersucht, wie es bei psychischen Erkrankungen zur Medikamentenresistenz gegen Psychopharmaka kommt.

Ziel des Projektes namens „Psych-Strata“ ist, Patienten mit einem Risiko für diese Resistenzen frühzeitig erkennen und entsprechend behandeln zu können. Forscherinnen und Forscher aus zwölf Ländern betei­ligen sich daran. Die Europäische Union (EU) fördert das Vorhaben mit rund 10,8 Millionen Euro für fünf Jahre.

„Wer frühe Anzeichen einer Therapieresistenz aufweist, erhält in der Regel keine angemessene frühzeitig intensive pharmakologische Behandlung, sondern durchläuft schrittweise einen Trial-and-Error-Behand­lungsansatz“, erläutert der Projektleiter Bernhard Baune, Direktor der münsterschen Uniklinik für Psy­chische Gesundheit. Im Augenblick fehlten wirksame Methoden zur Identifizierung von Personen mit einem Risiko für die Resistenzen in einem frühen Krankheitsstadium. Außerdem seien personalisierte und wirksame Behandlungsstrategien nötig, so der Experte.

„Psych-Strata“ soll daher Grundlagenforschung und klinische Tests kombinieren. „Wir arbeiten an einer Biomarkeridentifikation mit Multi-Omic. Das bedeutet, dass wir eine Analyse auf der Grundlage einer noch nie dagewesenen Sammlung von Daten vornehmen: genetische, biologische, digitale psychische und klinische“, erläutert der Klinikdirektor.

Das internationale Konsortium strebe an, das individuelle Risiko einer Resistenz und den Behandlungs­erfolg anhand von kombinierten klinischen, genetischen und biologischen Tests künftig automatisiert vorherzusagen, so das Konzept von „Psych-Strata“.

Neben der Gruppe aus Münster sind 26 weitere Institutionen an dem neuen EU-Projekt beteiligt. © hil/aerzteblatt.de

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