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Medizin

Licht während des Nachtschlafs könnte Zuckerstoffwechsel stören

Donnerstag, 28. April 2022

/Gorodenkoff, stock.adobe.com

Chicago – Hinweise darauf, dass Licht während des Nachtschlafs den Glukosestoffwechsel stören könnte, sieht eine Arbeitsgruppe um Phyllis Zee vom Department of Neurology der Northwestern University, Feinberg School of Medicine, in Chicago. Die Forscher berichten darüber in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS, 2022; DOI: 10.1073/pnas.2113290119).

„Die Exposition gegenüber künstlichem Licht während der Nacht ist weltweit weit verbreitet, insbeson­dere in den Industrieländern“, hieß es aus der Arbeitsgruppe. Studien deuteten daraufhin, dass nächt­liche Lichtexposition in Innenräumen während der gewohnten Schlafperiode im Wachzustand und während des Schlafs schädliche Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben (Sleep Medicine, 2019; DOI: 10.1016/j.sleep.2019.07.006).

Die genauen Mechanismen, durch die sich die Lichtexposition, insbesondere während des nächtlichen Schlafs, auf die Stoffwechselregulation auswirke, seien jedoch noch nicht ausreichend bekannt, berichtet die Arbeitsgruppe.

Die Schlafforscher untersuchten in ihrer Vorstudie junge Erwachsene nach einer Nacht mit Schlaf bei gedämpftem Licht und eine Parallelgruppe, die bei Zimmerhelligkeit schlief. Es zeigte sich, dass die morgendliche Insulinresistenz nach einer Nacht bei Raumlicht höher war als bei gedämpftem Licht.

Die Melatoninwerte waren jedoch unter beiden Bedingungen ähnlich. Bei Raumlicht verbrachten die Teilnehmer zudem verhältnismäßig mehr Zeit im N2-Stadium des Schlafes und weniger im Slow-Wave- und Rapid-Eye-Movement-Schlaf.

Die Herzfrequenz war höher und die Herzfrequenzvariabilität geringer während des Schlafs bei Raum­licht im Vergleich zu Dämmerlicht. „Diese Ergebnisse zeigen, dass eine nächtliche Lichtexposition wäh­rend des Schlafs die Glukosehomöostase beeinträchtigen kann, möglicherweise über eine erhöhte Akti­vierung des sympathischen Nervensystems“, folgern die Wissenschaftler. © hil/aerzteblatt.de

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