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Neuer Versorgungsvertrag soll Chronifizierung von Schmerzen verhindern

Dienstag, 12. April 2022

/freshidea, stock.adobe.com

Berlin – Die Deutsche Schmerzgesellschaft hat einen bundesweiten Versorgungsvertrag mit der Barmer Krankenkasse geschlossen, um Patienten mit Schmerzen umfassend zu betreuen, bevor die Schmerzen chronisch werden.

Ein Team aus Ärzten, Psychologen und Physiotherapeuten klärt im Rahmen des Vertrages nach sechs Wochen anhaltender Schmerzen gemeinsam ab, welche Therapie der Patient erhalten soll. „Handeln, bevor Schmerzen chronisch werden, ist nötig und möglich“, sagte der Präsident der Fachgesellschaft, Winfried Meißner. Das jetzt vereinbarte sogenannte „ambulante interdisziplinäre multimodale Assessment“ (A-IMA) biete die Chance, rechtzeitig eine geeignete Therapie einzuleiten, betonte er.

Ab sofort können Barmer-Versicherte das A-IMA bundesweit in Anspruch nehmen. Laut der Fachge­sellschaft stehen dazu im Augenblick zehn Zentren bereit, der Ausbau an mehr als 25 Standorten sei für die nächsten Monate eingeleitet.

Details zum A-IMA, Patienteninformationen und einer Übersicht teilnehmender Zentren sind auf der Webseite www.a-ima.de einsehbar. Die Deutsche Schmerzgesellschaft lädt weitere geeignete Zentren sowie Krankenkassen ein, sich ebenfalls an dem Vertrag zu beteiligen.

Der Versorgungsvertrag zur A-IMA setzt auf eine Versorgungsstudie namens PAIN2020 auf. Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses hatte sie mit rund sieben Millionen Euro gefördert. Das interdisziplinäre multimodale Assessment war ein zentraler Inhalt der Studie, an der rund 1.000 Patienten teilgenommen haben.

Für die Zukunft plant die Deutsche Schmerzgesellschaft ergänzend zur neuen interdisziplinären Diagnostik des A-IMA ein ambulantes Kurzzeitprogramm, das Betroffene in einem frühen Stadium von Schmerzen auch berufsbegleitend in Anspruch nehmen können. © hil/aerzteblatt.de

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