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Politik

Gutachten zum Innovationsfonds bestätigt erfolgreiche Arbeit

Dienstag, 19. April 2022

/Martine A Eisenlohr, stockadobecom

Berlin – Projekte, die der Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) fördert, sind wichtige und nachhaltige Impulse für die Gesundheitsversorgung der Menschen in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt der abschließende Bericht über die wissenschaftliche Auswertung des Innovationsfonds, den das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) beauftragt hatte. Dies gab der G-BA heute bekannt.

Weiter hieß es, dass durch die Projekte belastbare Erkenntnisse gewonnen wurden, die für die Weiterentwicklung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung benötigt werden. Der Evaluationsbericht bestätige damit die Pläne der Koalitionsparteien, den bislang bis zum Jahr 2024 befristeten Innovationsfonds dauerhaft zu etablieren, so der G-BA.

„Ich freue mich sehr, dass der abschließende Evaluationsbericht ein so positives Gesamtfazit zieht und empfiehlt, den Innovationsfonds dauerhaft als Förderinstrument beizubehalten“, so der Vorsitzende des Innovationsausschusses beim G-BA Josef Hecken. Der Gutachter bewerte die von der Geschäftsstelle in kurze Zeit aufgebauten Strukturen und administrativen Prozesse als effektiv. Außerdem werde die Arbeit des B-GA auch von Förderempfängern als positiv eingeschätzt. Dies zeige, dass der richtige Weg eingeschlagen wurde.

Weiter sagte Hecken, dass es wichtig sei, dass die Verwaltungskosten als angemessene Mittel­verwendung eingestuft wurden, da der Fonds mit dem der gesetzlichen Krankenversicherung arbeite. Wenn es in den letzten Jahren einen Anstieg der Kosten gab, sei dies besonders auf die wachsende Anzahl der Projekte, die Auswertung der Abschlussberichte sowie auf die seit dem Jahr 2020 zusätzlich gesetzlich vorgegebenen Aufgaben der Geschäftsstelle zurückzuführen.

Das Gutachten würdige auch die hohe Transparenz, die durch die regelmäßige Veröffentlichung der Ergebnisse und Empfehlungen auf der Webseite des Innovationsausschusses gewährleistet wurde. Hinweise aus dem Gutachten, die bisherige Kommunikation weiter zu verbessern, nehme der Innovationsausschuss auf. „Die im Gutachten empfohlene größere Flexibilität bei den Fördermitteln für die themenoffene Förderung – es wird eine Spanne zwischen 15 und 25 % der jährlich zur Verfügung stehenden Fördersumme genannt – entspricht unserer Anregung, die bisherige starre Grenze abzuschaffen“, erklärte Hecken weiter.

Zu den Schlussfolgerungen des Abschlussberichts sagte der G-BA-Vorsitzende, dass man die einzelnen Erkenntnisse der Evaluation in Ruhe auswerten werde. Bereits jetzt sei absehbar, dass einige Aspekte in ein Gesetzgebungsverfahren zur Anpassung der bisherigen Rechtsgrundlagen einfließen werden. „Der Innovationsausschuss wird daher rechtzeitig seine praktischen Erfahrungen und Vorstellungen für eine Weiterentwicklung in die politische Debatte einbringen “, so Hecken.

Mit dem Aufbau des Innovationsfonds wurde von Beginn an eine systematische Evaluierung verbunden, um zu ermitteln, ob dieser als Instrument geeignet ist, um die Versorgung weiterzuentwickeln. Das BMG beauftragte mit dieser wissenschaftlichen Auswertung die Prognos AG, ein Analyse- und Beratungs­unternehmen. Der nun vorgelegte Abschlussbericht beleuchtet die Jahre 2019 bis 2021. In die Analyse sind die bis dahin vorliegenden Abschluss- und Evaluationsberichte der geförderten Projekte sowie die mögliche Überführung von Projekterkenntnissen in die Regelversorgung einbezogen worden.

Zum Hintergrund: Der Innovationsfonds wurde beim G-BA eingerichtet, um die Gesundheitsversorgung qualitativ weiterzuentwickeln. Der Innovationsfonds fördert aus Mitteln der gesetzlichen Kranken­versicherung neuartige, sektorenübergreifende Versorgungsformen und Vorhaben der praxisnahen Versorgungsforschung. Seit 2020 gehören auch die Entwicklung und Weiterentwicklung von ausgewählten medizinischen Leitlinien dazu. Die gesetzlich vorgesehene Fördersumme des Innovationsfonds beträgt aktuell pro Jahr 200 Millionen Euro. © emi/aerzteblatt.de

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