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Medizin

Streaming-Sport­angebote können körperliche Aktivität steigern

Freitag, 29. April 2022

/Soloviova Liudmyla, stock.adobe.com

Frankfurt – Interaktive Trainingsprogramme können die Einschränkungen während eines Lockdowns erträglicher machen und dazu beitragen, körperlich aktiv zu bleiben.

Das berichtet ein Konsortium aus 10 Ländern unter Leitung des Instituts für Sportwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt im British Journal of Sports Medicine (DOI: 10.1136/bjsports-2021-104994).

Das Forschungsteam entwarf für die Studie ein Online-Trainingsprogramm für zuhause und untersuchte, ob die Teilnehmer auch während eines Lockdowns damit körperlich aktiv blieben.

Von 763 gesunden Probanden aus 9 Ländern von 4 Kontinenten trainierte die eine Hälfte 4 Wochen mit einem Livestream-Programm, die andere bildete die Kontrollgruppe. Die Trainierenden konnten aus täglichen Workouts wählen, zum Beispiel mit dem Fokus Kraft, Ausdauer, Balance oder Entspannung. Professionelle Trainer begleiteten sie dabei aktiv mit Kamera und Mikrofon. Wöchentlich füllten beide Gruppen standardisierte Fragebögen zu körperlicher Aktivität, Angstgefühlen, mentalem Wohlbefinden, Schlafqualität, Schmerz und Sportmotivation aus.

Besonders wirksam war das Trainingsprogramms für das Bewegungsverhalten der Teilnehmenden: Die körperliche Aktivität war anfangs in der Onlinegruppe durchschnittlich bis zu 65 % höher als in der Vergleichsgruppe, und auch nach 4 Wochen noch um 20 bis 25 % erhöht. Damit überschritten die Kursteilnehmer die WHO-Empfehlungen von mindestens 150 Minuten mäßiger oder 75 Minuten intensiver Bewegung pro Woche deutlich, während die Kontrollgruppe diese nur knapp erreichte. Gleichzeitig verbesserte sich die Motivation, Sport zu treiben, das psychische Wohlbefinden und der Schlaf. Angstgefühle nahmen laut der Analyse ab.

„Diese Verbesserungen sind zwar gering, aber dennoch potenziell relevant“, bewertet der Studienleiter Jan Wilke vom Institut für Sportwissenschaften in Frankfurt die Ergebnisse. „Train at home, but not alone“ – so fasst die Arbeitsgruppe ihre Erkenntnisse zu Bewegungsangeboten im Pandemie-bedingten Lockdown zusammen. © hil/aerzteblatt.de

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