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Neue Methoden für das Mammografiescreening entdecken Krebs häufiger

Dienstag, 19. April 2022

/dpa

Münster – Eine weiterentwickelte Mammografietechnik kann Brustkrebs signifikant häufiger nachweisen als die Standardmammografie. Das berichtet eine Arbeitsgruppe der Universitätsradiologie Münster in der Fachzeitschrift Lancet Oncology (DOI: 10.1016/S1470-2045(22)00194-2).

Fast 100.000 Frauen aus 17 Studienzentren in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen haben sich an der „ToSyMa-Studie“ beteiligt. Sie vergleicht die Kombination aus einer sogenannten digitalen Brusttomosynthese – einer Weiterentwicklung der digitalen Mammographie – und synthetischen 2D-Mammogrammen (s2D-Mammografie) mit dem bisherigen Screeningstandard.

Zwischen dem 5. Juli 2018 und dem 30. Dezember 2020 wurden 99.689 Frauen nach dem Zufallsprinzip der digitalen Brusttomosynthese plus s2D-Mammografie (n=49.804) oder der digitalen Mammografie (n=49.830) zugewiesen. Invasive Brustkrebserkrankungen wurden bei 354 von 49.715 Frauen mit auswertbaren primären Endpunktdaten in der Gruppe mit digitaler Brusttomosynthese plus s2D (Entdeckungsrate 7,1 Fälle pro 1.000 untersuchte Frauen) und bei 240 von 49.762 Frauen in der Gruppe mit digitaler Mammografie (4,8 Fälle pro 1.000 untersuchte Frauen) entdeckt.

Die Ergebnisse dieser Studienphase eins zeigen laut den Wissenschaftlern, dass die neue Technik die Wahrscheinlichkeit reduziert, dass überlappende Gewebestrukturen radiologische Zeichen für Malignität verdecken. Brustkrebs lässt sich so signifikant häufiger nachweisen.

In der Studienphase zwei will die Arbeitsgruppe nun prüfen, ob die Zunahme an Brustkrebsdiagnosen im Screening auch zu einer gesteigerten Frauengesundheit führt. Dazu sollen Krebsregisterdaten bis zwei Jahre nach der Studienteilnahme ausgewertet werden.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Studie mit mehr als 1,6 Millionen Euro bis zum Jahr 2025. © hil/aerzteblatt.de

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