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Politik

Gematik: Bundesweit 10.000 E-Rezepte eingelöst

Mittwoch, 20. April 2022

/picture alliance, dpa

Berlin – Die Einführung des elektronischen Rezepts kommt nach Verzögerungen jetzt auf niedrigem Niveau voran. Nach Angaben der Gematik hat das E-Rezept nun einen weiteren Meilenstein genommen: 10.000 eingelöste E-Rezepte wurden heute Vormittag verzeichnet. Der „beflügelte Anstieg bei ausgestellten und eingelösten E-Rezepten in den vergangenen Tagen“ weise darauf hin, dass Praxen und Apotheken im Umgang und Prozedere zunehmend routinierter werden, so die Gematik.

Die Kurve zeigt tatsächlich nach oben, wenn auch nicht steil: Vor einem Monat waren es etwa halb so viele E-Rezepte und vor zwei Monaten rund 1950. Zielmarke sind 30.000 eingelöste elektronische Verordnungen. Ist sie erreicht, wollen die Gesellschafter der Gematik ­über das weitere Vorgehen beraten und eine flächende­ckende Einführung angehen. Wann das E-Rezept zur Pflicht und somit zum Standard wird, ist weiterhin unklar.

Nach Lesart von Gematik-Chef Markus Leyck Dieken weist der jüngste Anstieg darauf hin, dass sich E-Rezepte langsam in der Versorgung etablieren: „Die Entwicklung der Zahlen zeigt, dass das E-Rezept funktioniert und sich die Beteiligten zusehends sicherer fühlen und ihre Prozesse hinsichtlich des E-Rezepts optimiert haben.“

Die Krankenversicherungen hätten bisher kein einziges der E-Rezepte retaxiert, versichert die Gematik. „Noch immer nicht befriedigend“ hingegen sei die die Situation bei den Softwareherstellern: Viele Praxissoftware-Hersteller hätten das E-Rezept-Update ihren Kunden noch nicht zur Verfügung gestellt.

„Das ist aber notwendig, damit sich Ärztinnen und Ärzte damit vertraut machen können“, so die Gematik. Auf ihrer Homepage veröffentlicht die gematik seit Anfang März, welche Anbieter bereits E-Rezepte generieren können und verteilt dabei den sogenannten „E-Rezept Ready Score“ mit Bewertungen von A bis E.

Demnach sind derzeit 18 Systeme mit A bewertet, der Hersteller hat demnach die E-Rezept-Funktion einge­führt und empfiehlt sie den Anwendern. Drei weitere Systeme erhalten ein B, der Hersteller hat demnach die Anwender geschult.

14 weitere Systeme wurden mit C oder schlechter bewertet, sind also teilweise noch nicht einmal zur Testphase angemeldet. Ganze 19 Anbieter hingegen wurden gar nicht bewertet, weil sie keine Angaben gegenüber der gematik gemacht haben, darunter auch einige Schwergewichte mit großen Marktanteilen.

Im kleineren Markt für Warenwirtschaftssysteme für Apotheken ist die Abdeckung bereits deutlich besser, hier wurden mit einer Ausnahme alle mit A oder B bewertet. Damit über 90 Prozent der Apotheken in Deutschland bereit für das E-Rezept sind, müssten noch zwei Anbieter flächendeckend ihren Kunden Updates zur Verfügung stellen, so die gematik. © lau/dpa/aerzteblatt.de

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