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Medizin

Mehr Herzinfarkte nach US-Präsident­schaftswahl 2020

Dienstag, 10. Mai 2022

/andriano_cz, stock.adobe.com

Pasadena – Nach der US-Präsidentschaftswahl im Jahr 2020 kam es in den USA kurzzeitig zu einem drastischen Anstieg der Herzinfarkte. Um mehr als 40 % sei das Risiko in den 5 Tagen nach der Wahl erhöht gewesen, berichten Forschende des Department of Research and Evaluation des US-Krankenversicherers Kaiser Permanente Southern California in JAMA Cardiology (DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2022.8031).

„Ein erhöhtes Risiko für akute kardiovaskuläre Ereignisse ist auch schon bei anderen, die gesamte Bevölkerung betreffenden psychosozialen oder umweltbedingten Stressereignissen beobachtet worden“, schreiben Erstautor Matthew Mefford und seine Kollegen. Über den Effekt politischer Großereignisse auf das Herz sei weniger bekannt gewesen.

Die Forschungsgruppe untersuchte potenzielle Veränderungen der Häufigkeit kardiovaskulärer Erkrankungen in der Zeit nach der US-Präsidentschaftswahl 2020 bei Versicherten von Kaiser Permanente in Süd- und Nordkalifornien.

Mehr Hospitalisierungen

Von 6.396.830 Erwachsenen wurden in den 5 Tagen nach der Wahl, aus der Joe Biden letztlich als Sieger hervorging, 666 wegen eines akuten kardiovaskulären Ereignisses hospitalisiert. 2 Wochen zuvor waren es in dem gleichen 5-Tages Zeitraum 569 entsprechende Hospitalisierungen gewesen.

Mefford und seine Kollegen berichten, dass die Hospitalisierungsrate wegen eines akuten kardiovaskulären Ereignisses nach der Wahl 1,17-mal höher gewesen sei als in dem gleichen 5-Tages-Zeitraum 2 Wochen zuvor: 760,5 pro 100.000 Personenjahre versus 648,0 pro 100.000 Personenjahre.

Anstieg von Herzinfarkten getrieben

Als akute kardiovaskuläre Ereignisse galten akute Myokardinfarkte, Herzversagen und Schlaganfälle. Einen signifikanten Unterschied gab es aber nur für die Herzinfarkte, die mit einer Rate Ratio (RR) von 1,42 (95-%-KI 1,13-1,79) nach der Wahl signifikant häufiger waren. Keine Unterschiede fanden sich bei Schlaganfällen (RR 1,02 [95-%-KI 0,86-1,21]) oder Herzversagen (RR 1,18; [95-%-KI 0,98-1,42]).

Die Forschenden schreiben, dass das Bewusstsein für ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko rund um große politische Ereignisse gestärkt werden müsse, auch um mögliche Strategien zu entwickeln, die dieses Risiko mitigieren könnten. nec © nec/aerzteblatt.de

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