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Experte erwartet bei vielen Geflüchteten psychische Erkrankung

Freitag, 22. April 2022

/picture alliance, AP, Leo Correa

Hannover – Nach ihrer Flucht aus der Ukraine werden Experten zufolge viele Menschen schwere psychische Erkrankungen erleiden.

Etwa ein Drittel der ukrainischen Geflüchteten werde Depressionen, Angststörungen oder posttraumatische Belastungsstörungen ent­wickeln, sagte Lukas Welz, Geschäftsführer der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF), dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Werden diese Leiden nicht durch Beratung, Begleitung und Therapie adressiert, können sie sich chronifizieren und zu einer jahrzehnte­langen oder auch lebenslangen gesundheitlichen Belastung führen.“ Welz mahnte: „Auch die Gefahr der Selbsttötung kann eine Konse­quenz nicht bearbeiteter schwerer Traumata sein.“

Er appellierte an Bund und Länder, eine schnelle und ausreichende Finanzierung der psychosozialen Versorgung für geflüchtete Menschen mit Folter- und Kriegserfahrungen zu ermöglichen. Schon vor dem russischen Angriff auf die Ukraine sei die Betreuung von hilfebedürftigen Geflüchteten in Deutschland kritisch gewesen.

„Gesundheit ist ein Menschenrecht. Allerdings wird ein Großteil der Menschen, die in Deutschland vor Folter, Krieg und Verfolgung Schutz suchen, mit ihren traumatisierenden Erfahrungen allein gelassen.“ Es gebe zu wenig Therapieplätze und lange Wartelisten. © kna/aerzteblatt.de

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