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Urteil im Göttinger Organspendeskandal, Ex-Chefarzt verliert Bezüge

Freitag, 22. April 2022

Göttingen – Im Zusammenhang mit dem sogenannten Göttinger Organspendeskandal verliert ein ehemaliger Chefarzt sein Ruhegehalt.

Das Verwaltungsgericht Göttingen urteilte im März gegen den früheren Professor der Universi­täts­­medizin Göttingen (UMG), wie ein Gerichtssprecher heute mitteilte. Der Beklagte soll in elf Fällen durch manipulierte Blutwerte Einfluss auf die Empfänger von Spenderorganen genom­men haben. Gegen das nun zugestellte Urteil kann innerhalb eines Monats Berufung eingelegt werden.

Die UMG, die die Disziplinarklage eingereicht hatte, hält den Mediziner für eine der zentralen Figuren in dem Organspendeskandal.

Im Juli 2012 beurlaubte die Klinik den verbeamteten Arzt. Eine Weiterbeschäftigung sei wegen eines endgültig eingetretenen Vertrauensverlustes nicht mehr zumutbar gewesen. Dieser Auffas­sung folgte das Gericht. Der Beklagte ist inzwischen im Ruhestand.

Das Auffliegen des Organspendeskandals in Göttingen hatte 2012 weitreichende Folgen. An mehreren deutschen Kliniken wurden Manipulationen aufgedeckt, wodurch das Vertrauen in die Transplantationsmedizin nachhaltig erschüttert wurde. © dpa/aerzteblatt.de

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