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Klage gegen EU-Kommission wegen Intransparenz bei Impfstoffverträgen

Freitag, 22. April 2022

/Alexander Raths, stock.adobe.com

Brüssel/Luxemburg – Wegen fehlender Transparenz bei den milliardenschweren Verträgen über den Kauf von Coronaimpfstoffen haben mehrere Europaabgeordnete der Grünen die EU-Kommis­sion vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt.

„Die Klage folgt auf die wiederholte Weigerung der EU-Kommission, ungeschwärzte Fassungen der Verträge vorzulegen“, teilte die Grünen-Fraktion heute mit. Die fünf Klägerinnen, unter ihnen auch die Deutsche Jutta Paulus, forderten Zugang zu den vollständigen Verträgen.

„Geheimhaltung ist ein Nährboden für Misstrauen und Skepsis und hat in öffentlichen Vereinba­rungen mit Pharmaunternehmen nichts zu suchen“, sagte Paulus. „Käufe, die mit öffentlichen Geldern getätigt werden, sollten mit öffentlichen Informationen einhergehen, insbesondere in Gesundheitsfragen.“

Konkret fordern die Abgeordneten etwa die Offenlegung der Preise für die Impfdosen, der Vorauszahlungen sowie der Bedingungen für Impfstoffspenden.

Ein Sprecher der EU-Kommission entgegnete heute, die Behörde sei stets transparent gewesen und habe die Verträge online einsehbar gemacht. Aufgrund von Verschwiegenheitspflichten seien Teile jedoch geschwärzt worden. © dpa/aerzteblatt.de

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