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Politik

Hamburg stellt tägliche Veröffentlichung der Coronazahlen ab Mai ein

Freitag, 22. April 2022

/picture alliance, Thomas Müller

Hamburg – Die Hamburger Gesundheitsbehörde wird künftig nur noch wöchentlich über den Verlauf der Coronapandemie berichten. Mit dem Auslaufen der von der Bürgerschaft festgestellten pandemischen Lage werde auch die tägliche Veröffentlichung der Zahlen eingestellt, sagte Behördensprecher Martin Helfrich heute.

Ab Mai würden dann immer dienstags im Internet die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der nachgewiesenen Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, die Zahl der Infizierten in den Hamburger Krankenhäusern und die der Coronaintensivpatienten veröffentlicht.

Die von der Bürgerschaft genutzte Hotspotregel zur Verlängerung der Coronamaßnahmen in Hamburg läuft zum 30. April aus. Über das weitere Vorgehen wird der Senat am kommenden Dienstag beraten. Es wird aber nicht erwartet, dass es eine weitere Verlängerung geben wird. Damit würden dann auch in Hamburg ab dem 1. Mai fast alle Coronamaßnahmen wegfallen. Mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern war dies in den anderen Bundesländern schon zum 1. April geschehen.

Tagesaktuelle Coronazahlen aus Hamburg werden aber wochentags weiterhin über das Online-Angebot des Robert-Koch-Instituts (RKI) abrufbar sein. Allerdings beruht die Sieben-Tage-Inzidenz des RKI auf einer anderen Berechnungsgrundlage als in Hamburg, so dass es zu einem abweichenden, geringeren Wert kommt. Die aktuelle Belegung der Intensivstationen der Hamburger Kliniken mit Coronapatienten ist weiterhin über das Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) abrufbar.

Als Grund für die Umstellung der Berichte über die Coronazahlen nannte Helfrich unter anderem die mit dem Wegfall der Maßnahmen absehbar weiter sinkende Zahl der Coronatests. Zudem dürfte sich das Infektionsgeschehen durch saisonale Effekte zum Sommer hin weiter entspannen.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) kündigte heute an, die PCR-Tests in den Notfallpraxen des Arztrufs Hamburg und im fahrenden Besuchsdienst zum 1. Mai einzustellen. Grund sei, dass der Bund nach dem Auslaufen der pandemischen Lage die Finanzierung eingestellt habe.

„Der Arztruf Hamburg hat im Rahmen von Hausbesuchen des fahrenden Notdienstes und in den Notfallpraxen in den letzten zwei Jahren über 400.000 PCR-Abstriche genommen. Künftig konzentrie­ren wir uns wieder ausschließlich auf unsere originäre Aufgabe, die ärztliche Notfallversorgung erkrankter Menschen“, sagte Caroline Roos, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KV Hamburg.

Wer an Erkältungssymptomen leide und einen PCR-Test machen lassen möchte, könne sich ab kommendem Monat direkt an seine Haus- beziehungsweise Facharztpraxis wenden, teilte die Behörde mit. Außerdem stünden im Stadtgebiet weiterhin rund 170 Testzentren zur Verfügung, an denen gegebenenfalls nach einem positiven Schnelltest auch PCR-Testungen vorgenommen werden könnten. © dpa/aerzteblatt.de

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