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Politik

Nach Masken-Aus nun auch Ende von Coronatests an Schulen

Montag, 25. April 2022

/picture alliance, EPA, Sascha Steinach

Berlin – Nach den Osterferien ist für weitere Schüler ein Ende der Coronapflichttests in Sicht. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab, ist die Testpflicht bereits in sechs Bundesländern abgeschafft oder endet mit Beginn der neuen Woche, in sechs Ländern läuft sie spätestens Ende der Woche mit dem Monatswechsel aus.

Nur in Berlin und Thüringen wird darüber hinaus noch weiter getes­tet: in Thüringen noch bis zum 6. Mai und in Berlin „bis auf weiteres“, wie es aus der Bildungsverwaltung hieß. Aus Hamburg und dem Saarland sind noch keine Entscheidungen über den Umgang mit Tests ab Mai bekannt. Nach den Ferien beginnen heute in weiteren Bundesländern wieder die Schulen.

Bildungsgewerkschaften und der Deutsche Lehrerverband kritisier­ten das weitgehende Ende der Testpflicht. Lehrerverbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte der dpa: „Wir sind konfrontiert mit der berechtigten Sorge von Familien, die Risikopersonen und vorerkrank­te Kinder im eigenen Haushalt haben.“

Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Andreas Keller, nannte es „fahrlässig“, nach der Abschaffung der Maskenpflicht nun auch auf Tests zu verzichten. „Diese ist die letzte wirksame Präventionsmaßnahme, die einen Beitrag leistet, die Gesundheit der Beschäftigten, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern zu schützen. Die Coronapandemie ist noch nicht vorbei“, sagte Keller.

Anfang des Monats war an den meisten Schulen – entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes – die Maskenpflicht abgeschafft worden. Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern hatten sich allerdings zu Hotspots erklärt und durften sie damit beibehal­ten. In beiden Ländern läuft die Hotspotphase in den nächsten Tagen aber aus (MV 27.4., HH 30.4.) und damit auch die Maskenpflicht. Testpflichten an Schulen waren und sind dagegen deutschlandweit rechtlich weiterhin möglich.

Die meisten Länder verzichten allerdings darauf. Angeboten werden stattdessen künftig freiwillige und auch anlassbezogene Tests etwa bei Symptomen oder wenn eine Klassenfahrt bevorsteht.

FDP-Fraktionschef Christian Dürr hält unterdessen eine Lockerung der Coronaisolationsregeln für geboten. „Viele andere europäische Länder gehen den Weg, dass sich positiv Getestete nicht mehr in Zwangsisolation begeben müssen“, sagte er dem Spiegel. „Auch da sollten wir in Deutschland auf mehr Eigenverantwortung setzen, wie wir es auch bei anderen Infektionskrankheiten tun. Zum Beispiel könnte man nach einer Infektion mit Maske das Haus verlassen und Abstand halten.“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte Vorschläge für ein weitgehendes Ende der Isolationspflicht für Infizierte erst Anfang April nach einer Welle der Kritik einkassiert.

Die Gesundheitsämter sollen eine Isolation weiter anordnen. Die Dauer der Absonderungen soll auf fünf Tage verkürzt werden. Das Ministerium hatte einen neuen Vorschlag an die Länder dazu angekündigt. © dpa/aerzteblatt.de

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