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Ausland

Erneut Migranten im Mittelmeer gerettet

Montag, 25. April 2022

/picture alliance, Daniel Kubirski

Rom – Die Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hat rund 100 Bootsmigranten im zentralen Mittelmeer gerettet. Die freiwilligen Helfer der „Geo Barents“ hätten die Menschen vorgestern nordwestlich von Libyen von dem in Seenot geratenen Boot an Bord geholt, teilte die private Hilfsorganisation auf Twitter mit. Unter den Geretteten seien vier Kinder und eine schwangere Frau.

Private Seenotretter bewahren auf ihren Einsätzen immer wieder Menschen vor dem Ertrinken, die sich von den Küsten Nordafrikas in Richtung EU aufmachen, weil sie auf der Flucht sind oder sich dort ein besseres Leben erhoffen. Die deutschen Seenotretter von Sea-Eye brachen nach eigenen Angaben am Freitagnachmittag mit der „Sea-Eye 4“ zu ihrer zweiten Mission in diesem Jahr ins zentrale Mittelmeer auf.

Viele Migranten steuern in Richtung Italien. Das Mittelmeerland lässt in der Regel die Seenotretter in seinen Häfen mit den geretteten Menschen an Bord anlegen. In der italienischen Politik kritisieren rechte Parteien die Einsätze immer wieder.

Dem Innenministerium zufolge erreichen in diesem Jahr bislang mit fast 8.670 Migranten ähnlich viele Menschen die italienischen Küsten wie im selben Vorjahreszeitraum (rund 8.600). Nach UN-Angaben gelten 2022 bislang 511 Migranten als im zentralen Mittelmeer vermisst oder gestorben.

Auch die private Hilfsorganisation SOS Mediterranee hat vor der Küste Libyens 70 Menschen aus Seenot gerettet. Die Migranten hätten sich auf dem Mittelmeer in einem Schlauchboot befunden, das Luft verlor, teilte die Organisation gestern auf Twitter mit.

Unter den Geretteten seien 17 unbegleitete Minderjährige. Während des Einsatzes der „Ocean Viking“ in internationalen Gewässern näherte sich nach Organisationsangaben ein Schiff der libyschen Küstenwache, was Panik auslöste.

Die libysche Küstenwache holt im zentralen Mittelmeer immer wieder Migranten aus Seenot an Bord und bringt sie dann in das nordafrikanische Land zurück. Private Hilfsorganisationen kritisieren das, da den Menschen in dem Bürgerkriegsland etwa Gewalt drohe. © dpa/aerzteblatt.de

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