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Ärzteschaft

Neues Werkzeug für elektronische Konsile in Thüringen

Montag, 25. April 2022

/Elnur, stock.adobe.com

Weimar – Ein neues Werkzeug für eine rasche und sichere Kommu­nika­tion zwischen Haus- und Fachärzten haben die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Thüringen und die AOK Plus vorgestellt.

Das neue Tool namens „eKonsil PLUS“ soll Konsultationen und Befundübermittlungen bei einer unklaren Diagnose oder Therapie­empfehlung vereinfachen.

Möchte ein behandelnder Arzt in die individuelle Behandlung seines Patienten die Meinung eines Facharztes einbeziehen, kann er mittels „eKonsil PLUS“ eine Konsilanfrage an eine Kollegin oder einen Kollegen seiner Wahl stellen. Die fachliche Bewertung seiner Anfrage erfolgt online innerhalb von fünf Werktagen. Die körperliche Anwesen­heit des Patienten beim Facharzt ist im ersten Schritt nicht erforderlich.

Teilnahmeberechtigt sind alle Vertragsärztinnen und -ärzte im Bereich der KV Thüringen, sofern sie verschiedene Voraussetzungen erfüllen und ihre Teilnahme gegenüber der KV erklärt haben.

„Die Übermittlung einer Konsilanfrage/-antwort ist unter Angabe der Abrechnungsziffer 99226 beziehungsweise 99227 gegenüber der KV abzurechnen und wird jeweils in Höhe von 7,50 Euro vergütet“, informiert die KV.

„Mit dem eKonsil geben wir Ärztinnen und Ärzten eine Möglichkeit zur Arbeitsentlastung und Vernetzung“, betonte die KV-Vorsitzende Annette Rommel.

Laut der AOK Plus unterstützt die elektronische Konsillösung die haus- und fachärztliche Versorgung in Thüringen.

„Den Patienten wird der oft weite Weg im herkömmlichen Überwei­sungsverfahren bei einer unsicheren Diagnose erspart. Warte- und Wegezeiten für Arztbesuche entfallen. Zudem werden unnötige Facharztbesuche und Mehrfachuntersuchungen vermieden“, sagte Rainer Striebel, Vorstand der AOK Plus.

Im ersten Schritt steht das „eKonsil PLUS“ Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung, die ein Praxisverwaltungssystem des Unternehmens „zollsoft“ nutzen. KV und Kasse sind nach eigenen Angaben mit weiteren Herstellern von Praxisverwaltungssystemen im Gespräch. © hil/aerzteblatt.de

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