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Fachkräftemangel ist Herausforderung Nummer eins

Mittwoch, 27. April 2022

/sudok1, stock.adobe.com

Berlin – Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen bereitet den Heilberuflern Sorgen. Das zeigte eine aktu­elle Umfrage der Apobank unter 500 Apothekern, Ärzten und Zahnärzten sowie Medizin-, Zahnme­dizin und Pharmaziestudierenden durch das Institut DocCheck Insights.

Demnach zählen 67 Prozent der Befragten den Fachkräftemangel zu den größten Herausforderungen im Ge­sundheitssystem. Als weitere Problemfelder nennen 56 Prozent die Bürokratie und 34 Prozent die Finanzie­rung des Gesundheitswesens.

Die Umfrage zeigt auch, dass sich die Zufriedenheit der Heilberufler mit ihrer beruflichen Situation im Sink­flug befindet. Sie geht seit 2016 kontinuierlich zurück. Der Anteil der Zufriedenen ist in dieser Zeitspanne laut Apobank um elf Prozentpunkte auf 51 Prozent gefallen.

Richtig zufrieden sind demnach noch sieben Prozent. Allerdings blieb der Anteil derjenigen, die ausdrücklich unzufrieden sind, seit drei Jahren mit 15 Prozent unverändert, lediglich die Gruppe der Unentschiedenen nimmt stetig zu.

„Angesichts der andauernden Pandemie, der strukturellen Veränderungen und des ökonomischen Drucks im Gesundheitssystem überrascht die sinkende Zufriedenheit nicht“, sagte Matthias Schellenberg, Vorsitzender des Vorstands der Apobank.

Anlass zu Besorgnis gebe der Stimmungswandel unter den Studierenden, da die Befragung bestä­tige, dass Fachkräftemangel als größte Herausforderung im Gesundheitswesen angesehen wird.

Die Zufriedenheitswerte der Studierenden mit der Ausbildungssituation sind den Analysen der Bank zufolge seit 2016 von 71 Prozent auf 44 Prozent zurück­gegangen. 22 Prozent der Studierenden sind ausdrücklich unzufrieden. Zuletzt war es vor allem die Pandemie, die das Studieren erheblich erschwert hat, das haben 62 Prozent der Studie­renden angegeben.

Die fallenden Zufriedenheitswerte führen bei den Heilberuflern allerdings nicht dazu, Nachwuchs von ihrem Beruf abzuraten. Im Gegenteil. Der Anteil an Ärzten, die ihren Beruf weiterempfehlen würden, ist im Vergleich zu 2019 gestie­gen. 60 Prozent der Zahnärzte würden ihren Beruf weiterempfehlen – das sind 19 Prozent­punkte mehr als noch vor drei Jahren.

Der Wunsch nach weniger Dokumentation und Verwaltungsarbeit bleibt weiter­hin ganz oben auf der Liste, vor allem für selbständige Heilberufler (91 Prozent), gefolgt von weniger staatlicher Regulierung und mehr Unabhängigkeit für die beruflichen Entscheidungen.

Zwei Drittel der Befragten wünschen sich auch mehr Zeit für Patienten und Kunden. Das ist besonders Allgemeinmedizinern (74 Prozent) ein Anliegen.

Allmählich werden auch digitales Datenmanagement und innovative Gesund­heits­leistungen für immer mehr Heilberufler notwendig. Im Vergleich zu 2019 ist der Anteil der Befragten, die sich mehr davon wünschen, jeweils um neun bzw. acht Prozentpunkte gestiegen.

Allerdings gibt es einen großen Unterschied, ob sie als Angestellte oder Selb­ständige arbeiten. Für die Nie­der­gelassenen scheint die Digitalisierung der Praxis weiterhin ein ambivalentes Thema zu sein. 38 Prozent wünschen sich weniger digitales Datenmanagement und 29 Prozent hätten gern mehr davon. © EB/aerzteblatt.de

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