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Medizin

Wie erhöhte Blutfettwerte Zellen schädigen können

Mittwoch, 11. Mai 2022

psdesign1stock.adobe.com

Leeds/Bonn – Erhöhte Blutfettwerte lösen bei Patienten mit Stoffwechselkrank­heiten Stressreaktionen in den Muskelzellen aus. Diese gestressten Zellen senden sogenannte Ceramide aus, die als Stresssignal andere Zellen erreichen und langfristig schädigen können.

Das berichtet eine internationale Arbeitsgruppe unter Leitung der School of Medicine der University of Leeds im Fachmagazin Nature Communications (2022; DOI: 10.1038/s41467-022-29363-9). An der Arbeit hat sich auch ein Team der Universität Bonn beteiligt.

Die Forschungsgruppe replizierte im Labor die bei Menschen mit Stoffwechsel­krank­heiten beobachteten Blutfettwerte, indem es Skelettmuskelzellen einer Fettsäure namens Palmitinsäure aussetzte.

Die Zellen begannen, die Palmitinsäure in Ceramid umzusetzen und als Ceramid­signal zu übertragen. Wurden diese Zellen mit anderen gemischt, die zuvor nicht mit Fetten in Berührung gekommen waren, stellten die Forschenden fest: Die Zellen kommunizierten miteinander und transportierten das Ceramidsignal in Paketen, sogenannten extrazellulären Vesikeln.

Das Experiment wurde an Freiwilligen mit Stoffwechselkrankheiten wiederholt und ergab vergleichbare Ergebnisse. „Die Ergebnisse bieten einen völlig neuen Blickwinkel auf die Art und Weise, wie Zellen auf Stress reagieren, mit wichtigen Konsequenzen für unser Verständnis bestimmter Stoffwechselkrankheiten, einschließlich Fettleibigkeit“, sagte Reinhard Bauer vom Forschungsinstitut „Life and Medical Sciences“ (LIMES) der Universität Bonn.

Die Arbeitsgruppe hofft langfristig auf neue therapeutische Möglichkeiten: „Die Entdeckung könnte die Grundlage für neue Therapien oder therapeutische Ansätze bilden, um die Entwicklung von Herz-Kreislauf- und Stoffwechselkrank­heiten wie Diabetes bei Menschen mit erhöhten Blutfetten bei Fettleibigkeit zu verhindern“, sagte der Forschungsleiter Lee Roberts, Professor für Molekular­physio­logie und Stoffwechsel an der School of Medicine der University of Leeds. © hil/aerzteblatt.de

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