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Ärzteschaft

Digitalisierung sollte Teil der medizinischen Aus-, Weiter- und Fortbildung werden

Montag, 2. Mai 2022

/Monika Wisniewska, stock.adobe.com

Wiesbaden – Die Digitalisierung muss in ärztlicher Hand und ihre Entwicklung unter Kontrolle der Medizin bleiben. Studiencurricula sollten deshalb zukünftig allen Medizinstudierenden die notwendige Basisqualifika­tion in digitaler Medizin vermitteln. Das sagte Georg Ertl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), heute.

Man brauche ärztlich gut aus-, weiter- und fortgebildete Kommunikatoren zwischen Medizin und Informatik, die nicht nur die Technologie verstehen, sondern auch über ausreichende klinische Erfahrung verfügen wür­den, betonte Ertl. Er verwies auf die anspruchsvollen und weitgefächerten fachlichen Voraussetzungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung des Gesundheitswesens.

Diese würden nicht nur das Handling von Videosprechstunden, das Ausstellen von elektronischen Rezepten oder das Nutzen von Daten aus digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) umfassen. Digitale Kompetenz bedeute auch IT-Sicherheit in Klinik und Praxis, das Implementieren von Krankenhausinformationssystemen oder das Programmieren beziehungsweise Verstehen der Funktionsweise eines Algorithmus, der Patientenda­ten auswertet und Therapievorschläge macht.

„Wenn wir solche sensiblen Fragestellungen nicht der Industrie überlassen wollen, brauchen wir dafür Ärz­tinnen und Ärzte mit grundlegenden Kenntnissen der Funktionsweisen“, so der DGIM-Generalsekretär. Ver­tiefte Informatikkenntnisse seien auch deshalb essentiell, da sich nur so die mit der Digitalisierung verbun­denen Prozessveränderungen in der Versorgung und der Forschung nachvollziehen lassen könnten.

Zusätzlich zur Basisausbildung im Medizinstudium sollten Fortbildungen für die nötige Digitalexpertise sorgen. Die DGIM regt diesbezüglich eine Zusatzweiterbildung „Digitale Medizin“ an. Die Entwicklungen der nächsten Jahre würden zeigen, so Ertl, ob langfristig auch ein Facharzt für digitale Medizin benötigt werde. Ausschließen könne er dies heute nicht. © aha/aerzteblatt.de

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