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Medizin

Trainingsprogramm verlangsamt Verschlechterung der Nierenfunktion bei Senioren

Mittwoch, 11. Mai 2022

/peterschreiber.media, stock.adobe.com

San Francisco – Mit einer strukturierten und teilweise überwachten Bewegungsin­ter­vention lässt sich bei mobilitätseingeschränkten Senioren, die viel Zeit im Sitzen verbringen, die Verschlechterung der verlangsamen.

Dies zeigen die in JAMA Internal Medicine veröffentlichten Ergebnisse einer neuen Analyse der randomisiert-kontrollierten LIFE-Studie (2022: DOI: 10.1001/jamainternmed.2022.1449).

Erste Hinweise, dass mehr körperliche Aktivität mit einer langsameren Abnahme der Nierenfunktion assoziiert ist, haben sich bereits aus Beobachtungsstudien ergeben.

„Unsere Analyse zeigt erstmals in einer großen klinischen Studie, dass körperliche Aktivität und Bewegung die Nierenfunktion von älteren Menschen verbessern können“, schreiben Michael Shlipak vom Department of Medicine der University of California in San Francisco und seine Kollegen.

In die Analyse wurden 1.199 Teilnehmende der Lifestyle-Interventions-and-Independence-For-Elders (LIFE)-Studie eingeschlossen. Sie hatte von 2010 bis 2013 untersucht, wie sich ein strukturiertes, teilweise überwachtes Trainingsprogramm von moderater Intensität über 2 Jahre auf die Gesundheit von älteren Menschen mit Mobilitätseinschränkungen auswirkt. Als Kontrolle hatte eine Beratung zu gesundem Altern mit Workshops, Broschüren und Trainingsanleitungen gedient.

Schritt für Schritt zur besseren Nierenfunktion

Gemessen wurde in der Interventionsgruppe sowohl die erreichte Schrittzahl als auch die tägliche Dauer körperlicher Aktivität insgesamt bei 70-89 Jahre alten Studienteilnehmenden, die zuvor einen vorwiegend sitzenden Lebensstil gepflegt hatten.

Der primäre Endpunkt der aktuellen Analyse war die Veränderung der auf Basis von Cystatin C berechneten eGFR (eGFRCysC). Darüber hinaus ermittelten die Forschenden den Anteil an Teilnehmenden mit rascher eGFRCysC-Abnahme (>6,7 % pro Jahr).

Sportliche Betätigung gezielt verordnen

Zu Studienbeginn waren die beiden Gruppen hinsichtlich Alter, Komorbiditäten und eGFRCysC vergleichbar. Die Trainingsintervention war mit einer signifikant geringeren Abnahme der eGFRCysC über 2 Jahre assoziiert als die Gesundheitsbe­ratung.

Die Differenz betrug im Mittel 0,96 ml/min/1,73 m2 (95-%-KI 0,02-1,91). Im Interventionsarm der Studie war außerdem die Wahrscheinlichkeit einer raschen eGFRCysC-Abnahme um 21 % geringer als im Kontrollarm (OR 0,79 [95-%-KI 0,65-0,97]).

„Ärzte sollten in Betracht ziehen, ihren älteren Patienten gezielt körperlicher Aktivität und moderat intensiver sportliche Betätigung zu verordnen, um der Abnahme der eGFR entgegenzuwirken“, schlussfolgern die US-Forscher. © nec/aerzteblatt.de

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