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Ärzteschaft

Virchowbund begrüßt Pläne für Krankenhausreform in NRW

Dienstag, 3. Mai 2022

/picture alliance, Jörg Carstensen

Berlin – Die Landesgruppen Nordrhein sowie Westfalen-Lippe des Virchowbundes haben die neue Kranken­hausplanung für Nordrhein-Westfalen (NRW) begrüßt. „Endlich wird bei der Krankenhausplanung auf die Qua­lität geschaut anstatt auf die Bettenzahl“, sagte der Vorsitzende der Landesgruppe Nordrhein, André Berg­mann.

Gert Buchner, Vorsitzender der Landesgruppe Westfalen-Lippe lobte, dass sich der Krankenhausplan dazu be­kennt, mehr Leistungen ambulant als stationär anzubieten. „Ärzte in Praxen und Kliniken wollen gerne noch enger abgestimmt arbeiten. Die Politik muss dafür die Weichen stellen und zum Beispiel bessere Rahmen­be­dingungen für Belegärzte schaffen“, sagte er.

Beide betonten, die Reform sei ein „notwendiger, richtiger Schritt, um die Gesundheitsinfrastruktur den aktu­ellen und zukünftigen Anforderungen anzupassen“. Sie fordern aber, die Politik müsse den Systemwechsel, der der Reform zugrunde liege, intensiv und verständlich kommunizieren. Sie müsse den Bürgern plausibel ma­chen, dass weniger aber dafür besser ausgestattete Krankenhäuser die Versorgung in Stadt und Land ver­besserten.

„Wenn das Krankenhaus vor Ort ganz oder einzelne Abteilungen schließt, schürt das Ängste“, warnen die bei­den Landesverbands-Vorsitzenden. Es sei aber viel besser, weniger Kliniken mit ausreichend Personal vorzu­halten statt viele Kliniken mit chronischem Personalmangel zeigen sie sich überzeugt: „Davon profitieren die Patienten genauso wie die Pflegekräfte und Ärzte“, betonen Bergmann und Buchner.

Die schwarz-gelbe Landesregierung in Düsseldorf hatte Ende April ihre Pläne für eine weitreichende Reform der Krankenhausversorgung veröffentlicht. Danach sollen sich die Krankenhäuser in NRW künftig auf be­stimmte Leistungen von der Schlaganfallversorgung über die Knieprothese bis zur Bauchspeicheldrüsen-OP spezialisieren.

Ein Krankenhaus mit internistischer und chirurgischer Versorgung soll aber für 90 Prozent der Bevölkerung innerhalb von 20 Autominuten erreichbar bleiben. © hil/aerzteblatt.de

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