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Ausland

Bündnis will chirurgische Versorgung weltweit verbessern

Dienstag, 3. Mai 2022

/morganka, stockadobecom

Berlin – Ein Bündnis aus der German Health Alliance (GHA) und der Global Surgery Foundation (GSF) will welt­weit den Zugang zu chirurgischen Behandlungen verbessern und ruft die deutsche Gesundheitswirtschaft auf, sich daran zu beteiligen.

Es handele sich um die größten Lücke im globalen Gesundheitswesen, so die Organisationen. Nahezu ein Drit­tel aller globalen Erkrankungen erfordern demnach eine chirurgische Behandlung.

Mehr als fünf Milliarden Menschen auf der Welt, davon 1,7 Milliarden Kinder, hätten dennoch heute keinen Zugang zu chirurgischer Versorgung, was verheerende Folgen habe. Chirurgisch vermeidbare Krankheiten würden jährlich sechsmal mehr Todesfälle verursachen als HIV, Malaria und Tuberkulose zusammen.

„Es ist an der Zeit, diese grobe Ungerechtigkeit zu beseitigen und die chirurgische Versorgung für alle zugäng­lich zu machen“, fordert die GSF.

Die Stiftung wurde von den Vereinten Nationen und der Harvard Medical School im Rahmen des Weltwirt­schaftsforums 2020 in Davos ins Leben gerufen. Es handelt sich bei ihr nach eigenen Angaben um eine „Multi-Stakeholder-Plattform und einen Zusammenschluss der weltweit führenden Organisationen im Bereich der chirurgischen Versorgung“.

Die Organisation sollen dabei das medizinische Fachwissen ihrer Mitglieder und ihre etablierten Beziehun­gen zu Regierungen nutzen, um Erkenntnisse, strategische Rahmenvorgaben und politisches Engagement in koordinierte, dynamische und erfolgreich finanzierte Maßnahmen umzusetzen.

Investitionen in die chirurgische Versorgung in Ländern der unteren und mittleren Einkommensgruppe seien preiswert, lebensrettend und würden das Wirtschaftswachstum fördern. Deshalb nutze die GSF die Beziehun­gen zu ihren Partnern und die Stärken ihrer Plattform, um Mittel dort zu mobilisieren und zu kanalisieren, wo sie am dringendsten benötigt werden. Sie unterstütze Regierungen, Anbieter von chirurgischen Leistungen und Nichtregierungsorganisationen bei der Durchführung gezielter, wirkungsvoller und kosteneffizienter Maßnahmen.

Über vier klinische Bereiche solle so die Verbesserung der chirurgischen Versorgungsinfrastruktur erreicht werden: Gesundheit von Müttern, Kinderchirurgie, Traumabehandlung und Krebsbehandlung.

Um den Zugang zu chirurgischer Versorgung für diejenigen zu verbessern, die sie am dringendsten benötigen, arbeite die GSF nun mit der German Health Alliance zusammen. „Deutschlands Rolle als weltweiter Vorreiter bei der Stärkung des Gesundheitswesens ist bekannt, und die deutsche Gesundheitswirtschaft ist sehr gut positioniert eine entscheidende Rolle zu spielen“, so die GSF.

Durch die Stärkung der Gesundheitssysteme über den Aufbau chirurgischer Systeme würde die deutsche Gesundheitswirtschaft eine Vorreiterrolle einnehmen und einen wesentlichen Beitrag zur globalen Gesund­heitssicherheit leisten. © EB/ lau/aerzteblatt.de

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