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Medizin

Effekte psychothera­peutischer Interventionen gegen Depressionen und Angstsymptome bei Demenz begrenzt

Donnerstag, 12. Mai 2022

/bilderstoeckchen, stock.adobe.com

London – Psychotherapeutische Interventionen sind bei Patienten mit Demenz oder einer leichten kognitive Störung (Mild Cognitive Impairment, MCI), die Depressionen oder Ängste entwickeln, nur begrenzt wirksam. Das berichtet eine Arbeitsgruppe der Cochrane Dementia and Cognitive Improvement Group in einem neuen Review der Cochrane Library (2022; DOI: 10.1002/14651858.CD009125.pub3).

„Depressionen und Angstzustände sind bei Menschen mit Demenz und kognitiver Beeinträchtigung weit ver­breitet, aber es ist unklar, wie sie am besten behandelt werden können“, berichtet die Arbeitsgruppe. Medika­mente, die häufig zur Behand­lung dieser Probleme eingesetzt würden, seien für Demenzkranke möglicher­wei­se nicht wirksam und könnten Nebenwirkungen verursachen, weshalb viele Leitlinien empfählen, zunächst psychologische Behandlungen zu versuchen.

Die Arbeitsgruppe fand 29 Studien, an denen 2.599 Menschen mit Demenz oder MCI teilnahmen. Die meisten Untersuchungen betrafen Behandlungen auf der Grundlage der kognitiven Verhaltenstherapie (CBT) und Be­handlungen, welche die Cochrane-Autoren als Beratung und unterstützende Therapien bezeichneten. Die meisten Studien untersuchten die Auswirkungen auf Depressionen, nur sehr wenige Studien konzentrierten sich auf Angstsymptome.

Die gefundenen Belege deuten laut dem Review daraufhin, dass CBT-basierte Behand­­­lungen wahrscheinlich die Symptome der Depression lindern und die Lebens­qualität sowie die Fähigkeit zur Bewältigung der tägli­chen Aktivitäten verbessern können – „auch wenn die Auswirkungen gering waren“, so die Cochrane-Autoren.

Es gab laut der Gruppe Hinweise darauf, dass die Wirkung auf Depressionen davon abhängen könnte, wie schwer die Depressionssymptome vor Beginn der Behandlung waren, ob bei den Patienten eine Demenz oder MCI diagnostiziert wurde und welche Art von Behandlung angewandt wurde, aber um dies mit Sicherheit sagen zu können, wären weitere Untersuchungen erforderlich.

Unterstützende und beratende Behandlungen haben laut dem Review möglicher­weise keine Auswirkung auf die Symptome der Depression. Aussagen über die Wirksamkeit bei Angstsymptomen sind laut der Gruppe ebenfalls nicht möglich. © hil/aerzteblatt.de

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