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Hochschulen in NRW gründen Kompetenznetz für mehr Tierschutz in der Forschung

Montag, 9. Mai 2022

/filin174, stock.adobe.com

Bonn – Die Universität Bonn möchte zusammen mit sieben weiteren Hochschulen in Nordrhein-Westfalen (NRW) den Tierschutz in der Forschung fördern. Die Hochschulen haben dazu ein Kompetenznetz gegründet, um den medizinischen Fortschritt mit bestmöglichem Tierschutz in Einklang zu bringen.

Basis dafür ist das „3R-Prinzip“: Replace (Vermeiden), Reduce (Verringern) und Refine (Verbessern). Das Land NRW fördert das Vorhaben mit insgesamt 300.000 Euro.

„Wir sind uns bewusst, dass ein vollständiger Verzicht auf Tierversuche auf abseh­bare Zeit nicht möglich sein wird“, sagte Bernd Weber, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn. Die Folgen für die Lebewesen müssten aber ethisch gegen den medizinischen Fortschritt abgewogen und ihr Umfang möglichst gering gehalten werden.

Die Hochschulen wollen Tierversuche möglichst vermeiden, indem sie auf Ersatz­methoden wie Computermodelle oder Zellkulturen zurückgreifen. Außerdem soll bei notwendigen Tierversuchen die Zahl der Tiere auf ein notwendiges Minimum reduziert werden. Schließlich müssen Versuchstiere artgerecht gehalten und ihr Leid etwa durch Betäubung verringert werden.

„Mit der Bündelung der in NRW vorhandenen wissenschaftlichen Kompetenzen kann das 3R-Netzwerk ein wichtiger Treiber für Innovationen, unter anderem auf dem Feld von Alternativmethoden werden und dabei den medizinischen Fortschritt mit bestmöglichem Tierschutz in Einklang bringen“, sagte Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos), NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft. © hil/aerzteblatt.de

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