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Ausland

Zwei Krankenhäuser in Haiti schließen nach Entführung von Ärztin

Dienstag, 10. Mai 2022

Auf einer Station des Saint Damien Kinderhospital in Port-au-Prince vor der Schließung. /picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Matias Delacroix

Port-au-Prince – Die zunehmende Zahl von Entführungen in Haiti hat nun auch Konsequenzen für das Ge­sundheitswesen. Wie lokale Medien berichten, wurden gestern nach der Entführung einer Kinderärztin zwei Hospitäler in der Hauptstadt Port-au-Prince vorübergehend geschlossen.

Die dort tätige Ärztin Benetty Augustin sei bereits am vergangenen Donnerstag entführt worden. Wie die Leitung der Krankenhäuser auf Twitter mitteilte, handelt es sich um die Hospitäler Saint Damien und Saint Luc de Haiti. Allein im Kinderkrankenhaus Saint Damien werden den Angaben zufolge im Jahr rund 80.000 Menschen behandelt.

Ebenfalls gestern wurde die Entführung eines Busses in Haiti bekannt, in dem sich unter anderem Touristen aus der Türkei und der Dominikanischen Republik befunden haben sollen. Insgesamt sollen 17 Personen in der Hand der Entführer sein.

Erst gestern hatte die katholischen Kirche in Haiti eine wachsende Kriminalität und eine steigende Zahl an Entführungen in dem Karibikstaat beklagt.

Erst Ende April wurde laut „Kirche in Not“ ein Priester des Bistums Anse-a-Veau et Miragoane mit weiteren Personen entführt. Im Gegensatz zu den anderen Geiseln sei er jedoch am nächsten Tag wieder freige­kom­men. Die „neue Plage“ an Entführungen zerstöre die Gesundheit, die Wirtschaft und sozialen Strukturen Haitis, sagte ein nicht namentlich genannter Vertreter des Bistums dem Hilfswerk. © kna/aerzteblatt.de

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