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Zahl der Beschäftigten in Pflegeberufen steigt weiter

Dienstag, 10. Mai 2022

/Rido, stock.adobe.com

Nürnberg – Die Zahl der Beschäftigten in der Alten- und Gesundheitspflege ist trotz Pandemie weiter gestie­gen. Im vergangenen Jahr gab es rund 1,67 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, rund 44.300 mehr als ein Jahr zuvor, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) heute aus Anlass des „Tages der Pflegenden“ am kommenden Donnerstag mitteilte.

In der Altenpflege nahm die Zahl binnen eines Jahres um rund 12.700 auf 627.900 zu, in der Gesundheitspfle­ge um 31.600 auf 1,04 Millionen. Der Anstieg verteilt sich sowohl auf Vollzeit- als auch Teilzeitbeschäftigte.

Seit 2017 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten demnach in der Gesundheitspflege über­durch­schnitt­lich um neun Prozent und in der Altenpflege um zwölf Prozent gestiegen. Über alle Berufsgrup­pen hinweg lag das Plus bei rund fünf Prozent.

Die Auswirkungen der einrichtungsbezogenen Impfpflicht, die seit Mitte März gilt, sind in die Daten noch nicht eingeflossen. Allerdings waren die Arbeitslosmeldungen aus den Pflegeberufen laut Bundesagentur bis­lang eher unauffällig. Ein nennenswerter Einfluss auf die Zahl der Beschäftigten wird daher nicht erwartet.

Sowohl für Fachkräfte in der Gesundheits- als auch der Altenpflege stellt die BA einen deutlichen Fachkräfte­mangel fest. Auf aktuell 12.900 gemeldete Stellen für Fachkräfte in der Gesundheitspflege kommen lediglich 5.400 Arbeitslose.

In der Altenpflege sind für 12.500 Stellen nur 3.300 Arbeitslose registriert. Demgegenüber gibt es bei den Berufsgruppen der Altenpflegehelfer und Gesundheitspflegehelfer deutlich mehr Bewerber als Stellen.

Seit dem Jahr 2017 hat die BA insgesamt 37.500 berufliche Weiterbildungen mit Abschluss für Pflegekräfte gefördert. Unterstützt wurden dabei sowohl Arbeitslose als auch Beschäftigte.

Die BA hilft zudem dabei, Fachkräfte und Auszubildende für die Pflege im Ausland zu gewinnen. Ein Schwer­punkt bildet dabei das Programm „Triple Win“. Gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammen­arbeit (GIZ) arbeitet die BA mit den Ländern Bosnien-Herzegowina, den Philippinen, Tunesien, Indonesien sowie Indien zusammen.

Im Rahmen des Programms nahmen bislang insgesamt 3.561 Fachkräfte und 198 Azubis eine Beschäftigung oder Ausbildung in Deutschland auf. Die BA setzt bei ihren Vorhaben auf faire Migration und arbeitet nur mit Ländern zusammen, in denen es keinen eigenen Mangel an Pflegekräften gibt. © kna/aerzteblatt.de

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