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Medizin

Deutlich erhöhte Sterblichkeit in Deutschland während der Pandemiejahre 2020 und 2021

Dienstag, 10. Mai 2022

/Anton, stock.adobe.com

Köln – Im Verlauf der COVID-19-Pandemie nahm die Zahl der Todesfälle in Deutschland in den Jahren 2020 und 2021 gegenüber den auf Grundlage der Mortalität in den Jahren 2016-2019 zu erwartenden Zahl deutlich zu.

Dies zeigt eine aktuell im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichte Studie (DOI: 10.3238/arztebl.m2022.0208).

So ereigneten sich im Jahr 2021 in Deutschland 1.019.809 Todesfälle. Auf Grundlage der Todesfälle der Jahre 2016-2019 hätte mit 933.367 Todesfälle gerechnet werden können, sodass für das Jahr 2021 eine Erhöhung der standardisierten Mortalitätsrate (SMR) um rund 9 % zu verzeichnen war; im Jahr 2020 stieg die Mortalitätsrate um 6 % gegenüber dem Durchschnitt der Vorjahre. Der Trend einer erhöhten Mortalität in 2021 gegenüber 2020 zeigte sich mit Ausnahme Bremens in allen Bundesländern.

Männer hatten eine höhere SMR beim Vergleich mit dem Zeitraum 2016-2019 (2021: SMR = 1,12; 2020: SMR = 1,07) als Frauen (1,07; 1,04), ebenso ältere Personen (≥ 65 Jahre: 1,10; 1,07) als jüngere (< 65 Jahre: 1,05; 1,00). Bei älteren Männern (≥ 65) Jahren zeigten sich die höchsten SMR für Sachsen-Anhalt (1,20; 1,08), Sachsen (1,24; 1,19), Brandenburg (1,26; 1,15) und Thüringen (1,27; 1,09).

Die Autoren der Studie betonen, dass ihr Forschungsansatz keine Messung des Mortalitätseffekts von COVID-19 auf die Bevölkerung ermögliche, sondern zu einer Darstellung der Bruttoentwicklung führe.

Dass es im Verlauf des Jahres 2021 trotz Impfungen zu keiner Absenkung der Exzessmortalität gekommen sei, könne Folge von Faktoren sein – wie zum Beispiel weniger Kontaktbeschränkungen und ein größeres Risikoverhalten –, die in ihren Mortalitätseffekten im Vergleich zu den Impfungen überwogen hätten. © tg/aerzteblatt.de

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