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Medizin

Ansatz für eine neue Therapieoption bei Schlaganfall

Donnerstag, 26. Mai 2022

/psdesign1, stock.adobe.com

Mainz – Einen neuen Ansatz zur Behandlung des Schlaganfalls hat eine Arbeitsgruppe der Universitätsmedizin Mainz, der Universität zu Köln und der Medizinischen Fakultät der Universität Münster entdeckt.

In der Fachzeitschrift Science Translational Medicine berichten die Forscher, dass ein spezifischer Signalweg der Lysophosphatsäure (LPA) die Erregbarkeit von Nervenzellen nach einem Schlaganfall reguliert und so die Schwere der Beeinträchtigung beeinflusst (DOI: 10.1126/scitranslmed.abk0135).

Bei einem ischämischen Schlaganfall kommt es zu einer unzureichenden Blut- und damit auch ungenügenden Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Gehirns. In der Folge werden Neurotransmitter freigesetzt. Insbesondere die übermäßige Ausschüttung von Glutamat verursacht laut der Arbeitsgruppe eine Reizüberflutung der Hirnzellen. Diese kann zu einer Funktionsstörung von Nervenzellen und zu ihrem Absterben führen.

Die Arbeitsgruppe um Johannes Vogt (Köln), Frauke Zipp (Mainz) und Robert Nitsch (Münster), hat jetzt gezeigt, dass LPA dabei sehr wichtig ist: Erhöhte synaptische Lipidsignale verstärken die durch Glutamat ausgelöste Reizüberflutung. Hierbei spielt wiederum das Molekül Autotaxin (ATX) eine zentrale Rolle.

Im Tiermodell konnten die Forscher nach einem experimentellen Schlaganfall zunächst einen langanhaltenden Anstieg der ATX-Konzentrationen und des die Erregung stimulierenden LPA im Gehirn nachweisen. Dieser Signalweg ließ sich aber hemmen: „Wir haben über Genmutation und pharmakologische Hemmung von ATX auch noch Stunden nach einem experimentellen Schlaganfall zeigen können, dass sich die über LPA gesteuerte Erregbarkeit des Gewebes hemmen lässt und sich so der Verlauf des Schlaganfalls deutlich verbessert“, erläutert Vogt. Laut Zipp könnten sich daraus neue Therapiemöglichkeiten ergeben. © hil/aerzteblatt.de

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