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Ärzteschaft

84.972 Stimmen für Wiederbelebungs­unterricht an Schulen

Mittwoch, 11. Mai 2022

/pixelaway, stock.adobe.com

Berlin – Bund und Länder sollten gemeinsam an der verpflichtenden Einführung von Wiederbelebungsunter­richt für jedes Kind in jeder Schule in Deutschland spätestens ab der siebten Klasse arbeiten. Dies ist das Ziel einer Petition, die knapp 85.000 Stimmen verzeichnen konnte und jüngst dem Petitionsausschuss des Bun­destages übergeben wurde.

In einem symbolischen Akt nahmen die Vorsitzende des Petitionsausschusses des Bundestages, Martina Stamm-Fibich (SPD), sowie die beiden Ausschussmitglieder Linda Heitmann (Grüne) und Manfred Todten­hausen (FDP) die Unterschriften entgegen.

Die beiden Initiatoren der Kampagne #ichrettedeinleben, Notärztin Carola Holzner und Bernd Böttiger, Vor­standsvorsitzender des Deutschen Rates für Wiederbelebung (GRC), wollen erreichen, dass jeder in der breiten Bevölkerung weiß, was man als Zeuge eines Herz-Kreislaufstillstands tun sollte.

„Dann wird Leben retten so selbstverständlich wie Fahrrad fahren oder schwimmen“, so Böttiger mit Blick auf die skandinavischen Länder. Denn dort habe sich nach Einführung eines solchen Trainings die Überlebensrate bei einem Herz-Kreislaufstillstand verdreifacht.

„Der Petitionsausschuss wird sich dieses Anliegen sehr genau anschauen und ich werde die Petition als Berichterstatterin unmittelbar begleiten“, sicherte Stamm-Fibich zu.

Holzner und Böttiger hoffen auf einen Beschluss unmittelbar aus dem Bundestag, der als Auftrag vom Bund an die Länder zu verstehen ist. Denn die Umsetzung, die Einführung des Wiederbelebungsunterrichtes, ist Ländersache. © EB/aerzteblatt.de

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