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Politik

Pflegebeauftragte für Lohnersatz für pflegende Angehörige

Donnerstag, 12. Mai 2022

/picture alliance, photothek, Ute Grabowsky

Berlin – Die Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Claudia Moll (SPD), fordert, für pflegende Angehörige einen Lohnersatz ähnlich dem Elterngeld einzuführen. „Wer bereit ist, seine Eltern zu pflegen, darf nicht zum Hartz IV-Empfänger werden“, sagte Moll dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) heute aus Anlass des Internationalen Tags der Pflegenden.

Pflegearbeit sei mit finanziellen Einbußen im Erwerbsalter verbunden, was sich viele nicht leisten könnten, argumentierte Moll. „Eine echte Lohnersatzleistung sorgt hier für Ausgleich“, sagte sie. „Mit einer Entgelter­satz­leistung würden sich sicher auch mehr Männer angesprochen fühlen, ihre Eltern zu pflegen“, fügte sie hinzu.

Moll forderte zudem, die weiter steigenden Eigenanteile in Pflegeheimen zu begrenzen und wegen der Infla­tion das sogenannte Taschengeld für Pflegeheimbewohner, die wegen der hohen Kosten auf Hilfe vom Sozial­amt angewiesen sind, zu erhöhen.

„Von den aktuell 121 Euro im Monat müssen nicht nur persönliche Dinge bestritten werden, sondern auch all das, was die Kranken- oder Pflegekasse nicht bezahlt, zum Beispiel verschreibungsfreie Medikamente oder Fußpflege“, sagte sie. © kna/aerzteblatt.de

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