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Politik

Wissing will Aufhebung der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln

Donnerstag, 12. Mai 2022

/New Africa, stock.adobe.com

Berlin – Nach der EU-Entscheidung gegen eine Fortführung der generellen Maskenpflicht im Flugverkehr hat Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) heute eine Lockerung für alle öffentlichen Verkehrsmittel auch in Deutschland gefordert. Er bezog dies ausdrücklich auch auf Busse und Bahnen.

„Nachdem das verpflichtende Tragen von Masken in Flughäfen und an Bord von Flugzeugen von den europäi­schen Behörden nicht mehr empfohlen wird, besteht in Deutschland dringender Anpassungsbedarf“, erklärte Wissing in Berlin.

„Wir sollten hier europaweit einheitlich vorgehen und die Maskenpflicht aufheben, insbesondere im Flugver­kehr.“ Denselben Anpassungsbedarf sehe er auch für die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen, erklärte Wis­sing weiter.

Die Europäische Flugsicherheitsbehörde EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC hatten gestern mitge­teilt, ab Montag solle das Tragen von Masken in Flugzeugen und Flughäfen nicht mehr verpflichtend sein. Es werde aber weiterhin empfohlen, hieß es.

Die Entscheidung über die Maskenpflicht bleibt jedoch jeweils Sache der EU-Mitgliedsstaaten. Für Deutsch­land will das Bundesgesundheitsministerium an der Maskenpflicht im Flugverkehr vorerst festhalten. Auch in Bussen und Bahnen gilt diese weiterhin.

Der Verband der Verkehrsunternehmen unterstützte die Einschätzung Wissings. „Wir erleben seit Monaten volle Fußballstadien, Konzerte und Veranstaltungen ohne Maskenpflicht. Und auch in Restaurants, Einkaufs­zentren und Supermärkten sind immer mehr Menschen ohne Maske unterwegs“, sagte Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff. Infektionszahlen gingen trotzdem zurück.

Von daher gebe es aus Sicht der Bus- und Bahnunternehmen auch keinen Grund mehr, im Nah- oder Fernver­kehr an der Maskenpflicht festzuhalten. Gerade im Nahverkehr sei der durchschnittliche Aufenthalt im Fahr­zeug eher kurz im Vergleich zum Einkaufsbummel im Shoppingcenter oder dem Abendessen im Restaurant.

Der Verband erklärte, man hoffe, dass die für den Nahverkehr zuständigen Länder sich baldigen Anpassungen anschließen. Natürlich sei der weitere Pandemieverlauf im Blick zu behalten und bei einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen die Lage neu zu bewerten. © afp/dpa/aerzteblatt.de

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