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Corona: BA.2 weiter dominant, BA.5 legt auf niedrigem Niveau zu

Freitag, 13. Mai 2022

/Boon, stock.adobe.com

Berlin – Die seit Wochen in Deutschland stark dominierende Omikron-Subvariante BA.2 ist nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) weiter vorherrschend, während ein anderer Subtyp auf sehr niedrigem Niveau zu­gelegt hat. Der Anteil von BA.2 betrug nach einer Stichprobe von vorletzter Woche gut 97 Prozent, wie im RKI-Wochenbericht von gestern Abend ausgewiesen ist. Der zuvor für die meisten Ansteckungen verantwortli­che Subtyp BA.1 liegt demnach weiter bei unter zwei Prozent.

Die relativ neu aufgekommenen Omikron-Sublinien BA.4 und BA.5 spielen nach den Daten bisher eine unter­geordnete Rolle. Dennoch hat der Anteil von BA.5 sich in der vorletzten Woche im Vergleich zu der Woche da­vor auf 0,6 Prozent verdoppelt. BA.4 wird dagegen unverändert mit 0,1 Prozent gelistet. In Deutschland wird nur bei einem kleinen Teil positiver Proben das Erbgut komplett untersucht.

„Die aktuell besonders in Südafrika zu einem erneuten Anstieg der COVID-19-Erkrankungen führenden Omi­kron-Linien BA.4 und BA.5 wurden in den letzten Wochen auch zunehmend in Deutschland (hier vor allem BA.5) und anderen europäischen Ländern nachgewiesen“, schreibt das RKI. Aktuell gehe man aber nicht davon aus, dass die Verbreitung der Sublinien wieder zu einem starken Anstieg der Fallzahlen führe.

Im Wochenbericht halten die Autoren außerdem fest, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in der vergangenen Wo­che im Vergleich zu der davor weiter deutlich gesunken sei – nämlich um 21 Prozent. Viele Hospitalisie­rungs­indikatoren und auch die Zahl der Todesfälle haben demnach zuletzt weiter abgenommen.

Mit knapp einer halben Million in der letzten Woche an das RKI übermittelten COVID-19-Fällen bleibe der Infektionsdruck aber noch immer hoch. Auch die Gefährdung durch COVID-19 für die Gesundheit der Bevölke­rung schätzt das RKI noch als „hoch“ ein. Vergangene Woche hatte das Institut seine Risikobewertung der aktuellen Coronalage in Deutschland um eine Stufe von „sehr hoch“ gesenkt.

Zugleich zeige sich neben den COVID-19-Fällen insbesondere bei Kindern in der Altersgruppe zwischen fünf und 14 Jahren eine deutliche Zunahme von Influenzainfektionen.

„Bei Symptomen einer neu auftretenden Atemwegserkrankung (Schnupfen, Halsschmerzen, Husten) unabhän­gig vom Impfstatus und Erregernachweis empfehlen wir: Kontakte meiden, um Infektionen nicht zu verbreiten und Risikogruppen zu schützen“, heißt es dazu bei Twitter.

Das RKI verweist zudem auf eine seit mehreren Wochen fast unveränderte Impfquote. Die Mehrzahl der aktu­ell verabreichten Impfungen seien nach wie vor zweite Auffrischimpfungen. Damit sollen sich laut RKI und Ständiger Impfkommission insbesondere Risikogruppen und Menschen ab 70 Jahren vor einer schweren Erkrankung schützen. Die erste Auffrischimpfung, die breiter empfohlen ist, haben laut Bericht aktuell erst knapp 60 Prozent aller Menschen in Deutschland erhalten.

„Die Impfung hat aufgrund ihrer hohen Schutzwirkung vor einem schweren Verlauf auch bei Erkrankungen durch die Omikron-Variante nicht an Bedeutung verloren“, bekräftigt das RKI erneut. In den vergangenen beiden Wochen nahm die Anzahl der Impfungen dem Bericht zufolge wieder leicht zu. © dpa/aerzteblatt.de

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