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Politik

Coronavakzine: Einigung über Ausweitung von Produktion

Montag, 16. Mai 2022

Jean-Yves Le Drian (l-r), Außenminister von Frankreich, Dmytro Kuleba, Außenminister der Ukraine, Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Außenministerin, Luigi Di Maio, Außenminister von Italien, und Elizabeth Truss, Außenministerin von Großbritannien, gehen beim Gipfeltreffen der Außenminister der G7-Gruppe der führenden demokratischen Wirtschaftsmächte durch den Garten vor Schloss Weissenhaus./picture alliance, Kay Nietfeld

Wangels – Im Kampf gegen die Coronapandemie will die G7-Gruppe führender Industriestaaten die Produk­tion und die Verteilung von Impfstoffen weiter ausweiten. Es sei bereits viel erreicht worden „durch unsere Bemühungen, die Coronapan­demie 2022 zu beenden“, hoben die G7-Außenminister nach ihren Beratungen am vergangenen Freitag im schleswig-holsteinischen Wangels in einer gemeinsa­men Erklärung hervor.

Dennoch gebe es weiterhin „bedeutende Lücken bei der globalen Reaktion auf die gegenwärtige Ge­sund­heitskrise“. Die G7-Staaten wollen daher nach eigenen Angaben ihre Bemühungen um eine „ge­rechte und schnelle globale Verteilung“ sicherer und wirksamer Coronaimpf­stoffe weiter beschleu­ni­gen.

Dazu solle das internationale ACT-A-Programm für die Entwicklung, Herstellung, Beschaffung und Verteilung von Impfstoffen, Medika­menten, Tests und Schutzausrüstung gegen das Coronavirus „mit allen Mitteln“ unterstützt werden.

In der Erklärung hieß es, die G7-Staaten hätten die von der Weltgesundheitsor­ganisation (WHO) ange­führte Initiative bereits mit 18,33 Milliarden Dollar (17,60 Milliarden Euro) unterstützt, davon 12,36 Milliarden Dollar für die Coronaimpf­initiative Covax. Außerdem hätten sie bedürftigen Ländern 1,18 Milliarden Coronaimpfdosen bereitgestellt und seien zu weiteren Spenden bereit.

Auch zur besseren Logistik und Koordinierung der Lieferung und Lagerung von Coronaimpfstoffen wollen die G7-Staaten der Erklärung zufolge beitragen, um eine weltweite Coronaimpfquote von 70 Prozent zu erreichen. Dabei nähmen die sieben führenden Industriestaaten insbesondere vernach­lässigte und besonders anfällige Gruppen wie Flüchtlinge, die Bevölkerung in ländlichen Gebieten sowie Frauen und Mädchen in den Blick.

Für einen besseren Kampf gegen die Pandemie wollen die G7-Staaten laut ihren Außenministern die Produkti­on von Coronaimpfstoffen in Entwicklungsländern ausweiten. Dies solle „durch Partnerschaf­ten für freiwillige Technologietransfers zu gemeinsam vereinbarten Bedingungen“ ermöglicht werden.

Der Forderung von Entwicklungsorganisationen nach einer Aussetzung von Patentrechten für Corona­impf­stoffe schließen die G7-Staaten sich damit weiterhin nicht an. Sie wollen nach eigenen Angaben aber für eine Ausweitung der Impf­stoff­produktion „Kapazitäten in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen unter­stützen durch das Teilen von Wissen, Expertise und Finanzie­rung“.

Deutschland hat in diesem Jahr die G7-Präsidentschaft inne. Nach dem Treffen der G7-Chefdiplomaten unter Vorsitz von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) findet der Gipfel der G7-Staats- und Regierungs­chefs vom 26. bis 28. Juni auf Schloss Elmau in Bayern statt. © afp/aerzteblatt.de

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