NewsPolitikCorona: Expertenrat sieht in Long und Post COVID Langfristbelastung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Corona: Expertenrat sieht in Long und Post COVID Langfristbelastung

Montag, 16. Mai 2022

/Dzmitry, stock.adobe.com

Berlin – Long/Post-COVID könnte mit hoher Wahrscheinlichkeit eine langfristige Belastung der Gesell­schaft sowie des Gesundheits- und Sozialversicherungssystems darstellen. Dies betont der COVID-Ex­pertenrat der Bundesregierung in einer aktuellen Stellungnahme. Angesichts der steigenden Zahl an Patientinnen und Patienten sei das derzeitige Versorgungsangebot „bei Weitem nicht ausreichend“.

Eine weitere Herausforderung ist laut Expertenrat, dass die begrenzten wissenschaftlichen Erkennt­nis­se zu einer „ungenügenden Kommunikation“ zum Thema Long/Post-COVID führen. Dies resultiere in Wissens­lücken, Unkenntnis und Verunsicherung in der Bevölkerung. Ungenügende Aufklärung sowie mangelnde Schulung von Risikopersonen, Betroffenen und Versorgenden würden ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen, Fehlversorgung und Stigmatisierung bilden.

Die 19 Expertinnen und Experten sprechen sich deshalb dafür aus, ein Maßnahmenbündel zur Etablie­rung flächendeckender, intersektoraler und interdisziplinärer Versorgungsstrukturen für Betroffene aller Altersgruppen umzusetzen.

Der Aufbau und die geregelte Refinanzierung ambulanter und stationärer Strukturen an Kliniken zur Bündelung der Fachexpertise und Verbesserung des Behandlungsangebots für Betroffene sei dringend notwendig. Zusätzlich solle das Versorgungsangebot Netzwerke geschulter niedergelassener Hausärzte sowie Kinder- und Jugendärzte, Kompetenzzentren, Spezialambulanzen und entsprechend ausgerichte­te Rehabilitationskliniken umfassen.

Ambulante und klinische Versorgungsstrukturen mit konsentierten Qualitätskriterien in der Behand­lung von Long/Post-COVID-Betroffenen müssten eng verzahnt werden. Die Ausweisung entsprechender medizinischer Anlaufstellen müsse möglichst transparent erfolgen – beispielsweise auf den Websiten des Robert Koch-Institutes (RKI), der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Ärztekammern.

Die Förderung der klinischen und translationalen Forschung, Grundlagenforschung und Versorgungs­forschung zu Post-COVID – sowie deren Koordination, Harmonisierung und Vernetzung – müsse aus­geweitet werden, heißt es in der Stellungnahme weiter. In diesem Zusammenhang sollten Zentren für klinische Studien zur Prüfung von bereits zugelassenen (drug re-purposing) und neuen Medikamenten und Behandlungsverfahren etabliert werden.

Für alle Akteure im Gesundheitswesen (einschließlich Gesundheitsämter) und von sonstigen versor­gungsrelevanten Berufsgruppen (beispielsweise Lehrer oder Juristen) empfiehlt der Expertenrat Auf­klärungs- und Informationskampagnen zum Thema Long/Post-COVID.

Auch die Bevölkerung solle durch professionelle Gesundheitskommunikation darüber aufgeklärt wer­den, was bekannt und noch unbekannt ist, welche Handlungsempfehlungen und Unterstützungsmög­lichkeiten bestehen und wie man sich schützen kann. Zum letzten Punkt verweist der Expertenrat auf die Bedeutung des Impfens auch als bestmöglichen Schutz vor Long/Post-COVID.

Als notwendig erachten die Experten auch die Erstellung einer detaillierten wissenschaftlichen Analy­se mit qualitativer und quantitativer Einordnung von Long/Post-COVID. Die aktuell vorhandene Daten­lage zeige, dass eine Mehrheit der Patienten mit schwerem, intensivpflichtigem COVID-19 Verlauf Lang­zeitkom­plikationen entwickelt, während nach einer milden Infektion etwa 10 Prozent der Be­troffenen die Kriterien für Post-COVID erfüllen.

Insbesondere Einschätzungen zur Krankheitslast durch Long/Post-COVID in den pädiatrischen Alters­gruppen sei aktuell aufgrund der verfügbaren Studiendaten aber noch schwierig. © aha/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
Avatar #850553
wichi
am Freitag, 27. Mai 2022, 16:40

Wieder nur Reden ohne Naheliegendes zu prüfen

Das klingt so, als ob absichtlich Ahnungslose auch noch dafür bezahlt werden möchten, dass sie über ihr Nichtwissen reden, denn die bisherige Bilanz bei Long-Covid ist doch lediglich, dass man kein Medikament hat das hilft, und man deshalb Pacing empfhielt.

Dabei gibt es ein Mittel das hilfreich ist. Aber da dies "nur" ein Vitalstoff ist, zieht man es anscheinend vor, Unwissend zu bleiben und die dazu veröffentlichten Studien und Behandlungsanleitungen nicht zu kennen, anstatt selber zu prüfen, wie wirksam diese sind.

Studien:
Effects of a 2-Week 5000 IU versus 1000 IU Vitamin D3 Supplementation on Recovery of Symptoms in
Patients with Mild to Moderate Covid-19: A Randomized Clinical Trial
https://www.mdpi.com/2072-6643/13/7/2170/htm

"Effect of vitamin D3 on self-perceived fatigue"
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5207540/

Von einem Arzt aus Bamberg, der seit mehr als 10 Jahren CFS Patienten behandelt,wurde eine Anleitung mit Dosierungsangaben zu COVID-19 veröffentlich, die auch vielen Long-Covid Patienten helfen würde.
Dr.Kersten
„COVID-19 Das können Sie tun!“
http://dr-kersten.com/wp-content/uploads/2021/07/NEU-Covid-Artikel.-Juli-2021.pdf

Die Charité die schon seit mehr 5 Jahren an CFS forscht, hat immer noch gemerkt, dass durch Supplementation von 2000 I.E VitD täglich kein ausreichender 25-OH Wert von mehr als 50ng/ml erreicht wird, der notwendig ist um Autoimmunerkrankungen wirksam zu bekämpfen.
"Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie bei long COVID"
https://cfc.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/kompetenzzentren/cfc/Landing_Page/Therapieempfehlungen_PVF_4_21.pdf

Somit können hilfreiche Behandlungsanleitungen zu Long-Covid nur aus dem Ausland kommen, oder durch unser Hausärzte verbreitet werden.
Deshalb möchte ich diese bitten, sich die Anleitung von Dr.Kersten ansehen,und ihren Patienten nahezulegen. Dabei können sie die Patienten medizinisch begleiten. Dann würde sich in
der Breite schnell herausstelle
LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER