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Ausland

USA wollen wegen Engpass bei Säuglingsnahrung mehr Pulver importieren

Dienstag, 17. Mai 2022

/picture alliance, Christin Klose

Washington – Wegen dramatischer Engpässe bei Säuglingsmilchnahrung in den USA will die Regierung mehr Importe dieser Produkte zulassen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA kündigte gestern an, geltende Regeln für die Einfuhr zu diesem Zweck flexibler zu gestalten.

FDA-Chef Robert Califf sagte: „Wir hoffen, dass dieser Aufruf an den Weltmarkt erhört wird und dass interna­tionale Unternehmen die Gelegenheit nutzen, um die Versorgung mit Produkten zu verbessern, die für viele Kleinkinder die einzige Nahrungsquelle darstellen.“

Hintergrund der Engpässe ist der Ausfall einer Fabrik des größten Herstellers von Säuglingsmilchnahrung in den USA, Abbott. Der Produzent hatte mehrere Produkt­linien zurückgerufen, nachdem womöglich wegen bakterieller Verunreinigungen vier Säuglinge erkrankt und zwei gestorben waren. Die Produktion in einem Werk der Firma im Bundesstaat Michigan wurde vorerst komplett gestoppt.

Die FDA einigte sich nach eigenen Angaben mit dem Hersteller nun auf diverse Vorkehrungen für eine Wie­der­eröffnung der Fabrik, wie die Behörde weiter mitteilte. Bis die Produktion dort aber wieder anlaufe und Säuglingsmilchnahrung in den Handel ausgeliefert werden könne, werde es mehrere Wochen dauern, teilte das Unternehmen mit.

Wegen des Mangels an Babymilchpulver im Land hatte sich zuletzt US-Präsident Joe Biden eingeschaltet und die Regierung angewiesen, dafür zu sorgen, dass Säuglings­milchnahrung verfügbar ist. Laut FDA werden nor­malerweise 98 Prozent der verbrauchten Säuglingsnahrung in den USA selbst hergestellt. Importe stammten bislang hauptsächlich von Handelspartnern in Mexiko, Irland und den Niederlanden, hieß es. © dpa/aerzteblatt.de

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