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Zweite DiGA kann nicht mehr verordnet werden

Dienstag, 17. Mai 2022

/picture alliance, Silvia Marks

Berlin – Die Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) „M-sense Migräne“ kann nicht mehr ärztlich verordnet werden. Der Hersteller Newsenselab hat sie aus dem DiGA-Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zurückgezogen.

Anders als beim Anbieter Fosanis, der Ende März den vorübergehenden Rückzug seiner Psychoonkologie-App Mika aus dem Verzeichnis ankündigte, vermeldet Newsenselab keine Pläne, seine App künftig wieder in die Erstattungsfähigkeit zu führen.

Fosanis konnte nach eigenen Angaben aus regulatorischen Gründen die Evidenz, die eine aktuelle Studie erbringe, nicht in das DiGA-Fast Track-Verfahren einbringen und will seine App deshalb nach dem Ausstieg neu anmelden. Ab August solle sie wieder erstattungsfähig sein.

Bei Newsenselab ist davon nicht die Rede. Ziel sei stattdessen, eine aktuellere Version der App mit neuen Funktionen im Markt zu platzieren und damit Patienten eine bessere Therapieoption zur Verfügung zu stellen.

Die App kann aber weiterhin in den gängigen App Stores heruntergeladen werden. „Alle bisher ausgestellten Rezepte und ausgegebenen Freischaltcodes können selbstverständlich noch eingelöst werden“, teilt das Un­ternehmen auf seiner Seite mit. „Die App kann erst einmal wie gehabt weiter genutzt werden.“

M-sense übernehme vorläufig die Kosten, damit das Behandlungsprogramm ohne Unterbrechung weiterge­führt werden kann. Werde man in der App nach einem Freischaltcode gefragt, könne man diesen weiterhin eingeben.

„Da die vorläufige Aufnahme in das DiGA-Verzeichnis nur für einen gewissen Zeitraum gilt, und dieser in un­serem Fall bereits verstrichen ist, muss deine Krankenkasse die Kosten der nun eingelösten Codes nicht tra­gen“, so das Unternehmen an die Patienten.

Mithilfe gewonnener Real World-Daten und neuer Algorithmen will das Start-up nun eine neue Version der App entwickeln, die auch digitale Biomarker zur Vorhersage von Migräne-Attacken enthalten soll und damit die medikamentöse Therapie besser in die digitale Wirkweise integriert.

Die positiven Rückmeldungen würden zeigten, dass die App Nutzern sowie Ärzten beim Umgang mit Migräne helfe, sagte Newsenselab-Geschäftsführer Markus Dahlem. „Wir wollen weiterhin die Medizin präziser und damit Patientinnen und Patienten das bestmögliche Angebot machen.“ © lau/aerzteblatt.de

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