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Ärzteschaft

Leitlinie zu wiederholten Spontanaborten aktualisiert

Dienstag, 17. Mai 2022

/MQ-Illustrations, stock.adobe.com

Berlin – Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht man bei drei oder mehr aufeinanderfolgenden Fehlgeburten vor der 20. Schwangerschaftswoche von wiederholten Spontanaborten (WSA). Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) hat nun zusammen mit anderen Fachgesellschaften und Verbänden die S2k-Leitlinie zu Diagnostik und Therapie bei WSA aktualisiert.

Etwa ein bis drei Prozent aller Paare im gebärfähigen Alter erleben den wiederholten Verlust einer Schwangerschaft. „Die Begleitung von Betroffenen stellt eine besondere diagnostische und therapeutische Herausforderung dar, da nur wenige Ursachen für das Auftreten von WSA bekannt sind“, informiert die Fachgesellschaft.

Die Empfehlungen der Leitliniengruppe konzentrieren sich insbesondere auf die Diagnose und Therapie relevanter Risikofaktoren. „Unser Ziel ist, dass wir in der diagnostischen Abklärung von Paaren mit vermehrten Fehlgeburten weiter vorankommen, um möglichst zielgerichtete Therapien anzubieten und die Anzahl der weiteren Fehlgeburten zu reduzieren“, erläutert die DGGG-Leitlinienkoordinatorin Bettina Toth (Innsbruck).

Die Autorengruppe benennt genetische, anatomische, mikrobiologische, endokrine, psychologische und immunologische Aspekte, die das Risiko für eine WSA erhöhen können. Diese Risikofaktoren sollten nach drei aufeinanderfolgenden Aborten abgeklärt werden. In begründeten Einzelfällen kann eine Abklärung laut der Leitlinie auch bereits nach zwei aufeinanderfolgenden Aborten sinnvoll sein.

Auch Faktoren wie Stress und traumatische Erlebnisse können laut der Leitlinie ebenso wie Alkohol- und Nikotinkonsum oder Unter- beziehungsweise Übergewicht zu einem Abortgeschehen beitragen und sollten demnach möglichst vermieden werden. © hil/aerzteblatt.de

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