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Ärzteschaft

KVWL rollt elektronische Fallakte aus

Dienstag, 17. Mai 2022

/wladimir1804, stock.adobe.com

Soest – Nach der Einführung in zwei Testgebieten rollt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) die die elektronische Fallakte (EFA) jetzt für den gesamten Kreis Soest aus.

„Der heutige Tag ist ein echter Meilenstein, damit setzen wir unsere Digitalisierungsstrategie konsequent fort. Die elektronische Fallakte ist ein Musterbeispiel dafür, wie sektorenübergreifende Versorgung funktionieren muss: einfach, digital und im Sinne der Patientinnen und Patienten“, sagte Dirk Spelmeyer, Vorstands­vorsitzender der KVWL.

Nach der erfolgreichen Testphase in mehr als einem Dutzend Praxen sowie an einem Klinikum soll die elektronische Fallakte nun in der gesamten Region rund um Soest in der Versorgung eingesetzt werden.

Die Elektronische Fallakte (EFA) ist eine Kommunikationsplattform, auf der Ärzte und andere Leistungs­erbringer Informationen zu einem medizinischen Behandlungsfall austauschen können. Eine EFA wird immer nur für einen Behandlungsfall eines Patienten – mit Zustimmung des Patienten – angelegt und anschließend wieder gelöscht. Somit ist eine solche Akte streng zweckgebunden.

Welche Leistungserbringer „beteiligt“ – also zugriffsberechtigt auf die Akte des Falls – sind, wird in Abstimmung mit dem Patienten festgelegt. Dies erfolgt in der Regel durch den Arzt, der die Akte zum Fall anlegt, kann aber auch später noch geändert werden.

Alle beteiligten Leistungserbringer sind bei der EFA in der Lage Dokumente in die Akte einzustellen, die sie für relevant für den Fall halten, ohne den Patienten im Einzelfall fragen zu müssen sowie alle in der Akte abgelegten Informationen zu sehen und bei Bedarf im eigenen Primärsystem zu speichern.

„Bei der Digitalisierung haben die Praxen oft den Schwarzen Peter, dabei ist der Wille zu modernen und digitalisierten Prozessen ja vorhanden. Doch der Nutzen muss belegt sein und das System reibungslos laufen. Beides ist bei der elektronischen Fallakte gegeben“, betonte Thomas Müller, als KVWL-Vorstand unter anderem verantwortlich für die Bereiche IT und eHealth.

Klar sei aber: Bei den Kosten für die Digitalisierung dürfe die Politik die niedergelassenen Ärzte nicht alleine lassen. „Auch deshalb setzen wir uns intensiv für ein neues Praxiszukunftsgesetz ein.“ © EB/aha/aerzteblatt.de

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