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Medizin

COVID-19: FDA lässt Booster für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren zu

Mittwoch, 18. Mai 2022

/picture alliance, Fabian Sommer

Silber Spring/Maryland – Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat grünes Licht für eine Boosterung von Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren gegeben. Grundlage sind Studien, in denen die Antikörpertiter rasch anstiegen und keine Sicherheitspro­bleme beobachtet wurden.

Die FDA hatte die Notfallzulassung des Impfstoffs BNT162b2 von Biontech/Pfizer im Oktober 2021 auf die Altersgruppe der 5- bis 11-Jährigen ausgedehnt. Die Akzep­tanz war eher mäßig. Von 28 Mio. Kindern sollen 8 Mio. beide Dosierungen der Grundimmunisierung erhalten haben.

Der Impfschutz gegen Omikron ist nach einer Studie der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) mit 39 % geringer als bei Teenagern mit 59 % (MMWR, 2022; DOI: 10.15585/mmwr.mm7111e1external icon).

Die Kinder haben jedoch ein gleich hohes Risiko, sich zu infizieren. Die Erkrankung verläuft zwar bei ihnen in der Regel milder. Schwere Erkrankungen mit einer Hospitalisierung sind jedoch möglich, und auch ein Long COVID wurde bereits beschrieben.

Hinzu kommt das (allerdings geringe) Risiko auf ein multisystemisches Entzün­dungs­syndrom (MIS-C), das ein vorübergehendes Herz-Kreislaufversagen auslösen und eine Intensivbehandlung notwendig machen kann. Die Impfkommissionen sehen deshalb gute Gründe für eine Impfung.

Der Impfschutz lässt bei Kindern allerdings rasch nach. Die Impfstoffwirksamkeit beträgt nach einer Studie des New York State Department of Health 4 bis 5 Monate nach der 2. Dosis nur noch etwa 12 % (medRxiv, 2022; DOI: 10.1101/2022.02.25.22271454). Die Mehrheit der Kinder, die noch im November oder Dezember geimpft wurden, dürften demnach ohne Schutz vor einer Infektion sein.

Eine Boosterung kann die Schutzwirkung auffrischen. Daten zur Impfstoffwirksam­keit liegen zwar nicht vor. Die Antikörpertiter steigen laut der FDA nach der Impfung jedoch deutlich an.

Wichtig für die FDA war, dass der Booster ohne Komplikationen bleibt. Die Erfahrungen an etwa 400 Kindern zeigen, dass die Nebenwirkungen denen der Grundimmunisierung entsprechen.

Am häufigsten waren Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Injektionsstelle sowie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskel- oder Gelenkschmerzen und Schüttelfrost und Fieber. Der Hersteller kündigt an, die Boosterung bei Kindern auch in Europa zu beantragen. © rme/aerzteblatt.de

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