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DFG will beim wissenschaftlichen Publizieren mehr Qualität als Quantität

Mittwoch, 18. Mai 2022

/Svetlana, stock.adobe.com

Bonn – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) will dazu beitragen, bei der Bewertung von Forschungsleistungen die wissenschaftliche Qualität stärker in den Vordergrund zu rücken. Sie hat dazu ein Positionspapier mit dem Titel „Wissenschaftliches Publizieren als Grundlage und Gestaltungsfeld der Wissenschaftsbewertung: Herausforderungen und Handlungsfelder“ vorgestellt.

„Die DFG setzt sich für ein offenes Publikationswesen und eine an Inhalten orientierte Bewertungskultur ein“, betonte die DFG-Präsidentin Katja Becker bei der Vorstellung des Papiers. Es gehe um einen Kulturwandel insbesondere bei den Leitungsebenen von Forschungseinrichtungen und den maßgeblichen Geldgebern der Wissenschaft.

„Zugleich möchten wir Vertrauen für diesen Wandel schaffen, um es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu erleichtern, bei der Publikation und Bewertung von Wissenschaft die Qualität in den Vordergrund zu stellen“, sagte Becker. Das Positionspapier diene zudem als Richtschnur für das Handeln der DFG selbst, so die Präsidentin.

Die Autorengruppe erläutert in dem Papier zunächst die häufigsten Formen wissenschaftlichen Publizierens sowie deren Verbreitung und Qualitätsprüfung. Danach geht es um die Auffindbarkeit von wissen­schaftlichen Veröffentlichungen, Marktstrukturen und Geschäftsmodelle des wissenschaftlichen Verlagswesens, betrügerisches Publizieren, Qualitätsprüfung und Peer-Einbindung sowie die Wechsel­wirkungen zwischen Wissenschaftsbewertung und Publikationswesen.

Die DFG benennt dann wichtige Handlungsfelder, unter anderem neue Formen der Qualitätsprüfung von Veröffentlichungen, die Stärkung zusätzlicher „Systeme der Reputationszuschreibung“ sowie die Hoheit der Wissenschaft über ihre eigenen Daten. © hil/aerzteblatt.de

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