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Ausland

WHO alarmiert über Poliofall in Mosambik

Mittwoch, 18. Mai 2022

/Feng Yu, stock.adobe.com

Maputo/Brazzaville – 30 Jahre nach dem letzten bekannten Auftreten von wilder Polio vermeldet Mosambik neuerlich einen Fall. Das gab die Afrika-Zentrale der Weltgesundheitsorganisation WHO heute in Brazzaville bekannt. Die Entwicklung sei „äußerst besorgniserregend“, so Regionaldirektorin Matshidiso Moeti.

Laut der Expertin kommt die Nachricht „nicht überraschend“, nachdem bereits das südafrikanische Nachbarland Malawi im Februar einen Fall vermeldet hatte. „Das zeigt uns, wie gefährlich dieses Virus ist und wie schnell es sich ausbreiten kann“, so Moeti. Als Reaktion auf den Ausbruch in der Region hatte Mosambik zuletzt mehr als vier Millionen Kinder unter anderen in Kirchen und auf Märkten geimpft.

Seinen Status als poliofreier Kontinent verliert Afrika aufgrund der jüngsten Ausbrüche nicht. Das liegt daran, dass es sich laut Genanalyse um eingeschleppte Krankheitsfälle handelt, so die WHO. Die Virenstämme seien bereits 2019 in Pakistan festgestellt worden.

Afrika hatte 2020 mit der Ausrottung wilder Polioerkrankungen und der damit verbundenen Kinderlähmung einen Meilenstein erreicht. Allerdings gibt es immer noch Fälle von sogenannten Impf-Polioviren. Diese treten auf, wenn zu große Teile der Bevölkerung unzureichend immunisiert sind. © kna/aerzteblatt.de

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