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Politik

Pandemiebekämpfung Schwerpunktthema beim G7-Treffen

Mittwoch, 18. Mai 2022

Svenja Schulze (SPD), Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, äußert sich bei einer Pressekonferenz vor dem hybriden Treffen der G7 Entwicklungsminister./picture alliance, Bernd von Jutrczenka

Berlin – Die Pandemiebekämpfung soll ein zentrales Thema beim Treffen der G7-Gesundheitsminister morgen und übermorgen in Berlin sein. Die Minister würden bei ihrem Treffen einen globalen „Pandemiepakt“ be­schlie­ßen, sagte heute Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).

Ziel sei es, bei künftigen Pandemien weltweit schneller zu reagieren, erläuterte der Minister. Ein „weltumspan­nendes System“ solle unter anderem eine Über­wachung von Ausbrüchen, ein schnelleres Eingreifen und eine schnellere Entwick­lung von Medikamenten und Impfstoffen ermöglichen. Dazu würden die G7-Minister einen „wegweisenden Beschuss“ fassen.

Weitere gesundheitspolitische Schwerpunktthemen beim G7-Treffen werden Lauterbach zufolge der Zu­sam­menhang zwischen Klimawandel und Gesundheit sowie die Problematik der Antibiotikaresistenzen bilden.

Ein Teil des Treffens findet zusammen mit den G7-Gesundheitsministern statt. In diesem Rahmen werde man auch über die finanzielle Situation der Weltgesund­heits­organisation (WHO) sprechen, so Lauterbach. Diese sei „nicht optimal“ – trotz in jüngster Zeit erfolgter Verbesserungen.

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) will mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den G7-Staaten einen globalen Pakt gegen den Hunger eingehen. Weltweit drohten Hungersnöte, weil der russische Präsident Wladimir Putin „den Hunger gezielt als Waffe einsetzt“, sagte Schulze heute zum Auftakt eines G7-Entwicklungsministertreffens. Dem wolle die deutsche G7-Präsidentschaft ein neues Bündnis für globale Ernährungssicherheit entgegensetzen.

Der Welt drohe „die größte Hungerkrise seit dem Zweiten Weltkrieg“, warnte Schulze. Im April hatte sie daher gemeinsam mit Weltbankdirektor David Malpass ein neues Bündnis für globale Ernährungssicherheit vorge­schlagen, das bei dem G7-Treffen in Berlin nun offiziell gestartet werden soll. Neben mehr Geld sieht es eine enge Koordination der Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft zur Ernährungssicherheit vor.

Die Unterstützung der hungerleidenden Menschen müsse dabei über die aktuelle Krise hinausgehen, sagte Schulze. Nötig seien nachhaltige und krisenfeste Strukturen vor Ort, um die betroffenen Länder unabhängiger vom Weltmarkt zu machen. © afp/aha/aerzteblatt.de

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