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Salmonellen in Schokofabrik: Mehr als 260 Fälle in Europa

Donnerstag, 19. Mai 2022

/sveta, stock.adobe.com

Stockholm – Im Zusammenhang mit dem Salmonellenausbruch rund um Schokoprodukte von Ferrero haben EU-Behörden inzwischen 266 bestätigte Fälle registriert. Dazu kommen 58 Verdachtsfälle, wie die EU-Gesund­heitsbehörde ECDC gestern in Stockholm mitteilte.

Betroffen sind mehr als ein Dutzend europäischer Länder, darunter auch Deutschland. In den meisten Fällen seien Kinder unter zehn Jahren erkrankt. Viele davon mussten ins Krankenhaus. Die Behörde will die Ent­wick­lung weiter beobachten.

Bei eigenen Kontrollen des Fabrikbetreibers in Arlon war das Bakterium Salmonella Typhimurium im Dezem­ber 2021 in einem Buttermilchtank entdeckt worden. Das Unternehmen habe Hygienemaßnahmen umgesetzt, Probenahme und Tests der Produkte und des Verarbeitungsumfelds verstärkt.

Nach negativen Salmonellentests habe es die Schokoladenprodukte dann in ganz Europa und weltweit ver­trieben. Die erste positive Salmonellenprobe war am 21. Dezember in Großbritannien genommen worden, wo Mitte Februar dann eine Häufung von Infektionsfällen gemeldet worden sei.

Im April hatte der „Kinder“-Schokoladenhersteller Ferrero das Werk auf Behördenanweisung schließen müssen. Alle „Kinder“-Schokoladenprodukte, die in Arlon hergestellt und von dort ausgeliefert wurden, wurden zurück­gerufen.

Das habe das Risiko weiterer Fälle verringert, hieß es in der ECDC-Mitteilung. Sie könnten aber wegen der langen Haltbarkeit und der möglichen Lagerung der Produkte zu Hause weiter auftreten. Außerdem bestehe die Möglichkeit, dass Fälle nicht registriert worden seien. © dpa/aerzteblatt.de

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