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Leitlinie zu SARS-CoV-2 in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett überarbeitet

Donnerstag, 19. Mai 2022

/Pixel-Shot, stock.adobe.com

Berlin – Eine neue Leitlinie auf S2k-Niveau umreißt die relevanten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu einer SARS-CoV-2-Infektion während Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit.

Sie ist unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) entstanden, zahlreiche weitere Fachgesellschaften haben an der Leitlinie mitgearbeitet.

„Sie soll den betrauten Berufsgruppen eine Hilfestellung bei der medizinischen Versorgung der Betroffenen sowie eine Vorbereitung auf weitere Infektionswellen sein“, sagte der DGGG-Leitlinienkoordinator Frank Lou­wen aus Frankfurt am Main.

Unabhängig von einer bestehenden Erkrankung empfiehlt die Leitliniengruppe schwangeren und stillenden Frauen sowie Wöchnerinnen präventive Maßnahmen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder das Testen und Screening auf SARS-CoV-2.

Kommt es zu einer Infektion während der Schwangerschaft, sollte das betreuende Team nicht vom geburts­hilflichen Standard und den Vorgaben der Mutterschaftsrichtlinien abweichen.

Eine Hospitalisierung empfiehlt die Leitlinie erst dann, wenn die Symptome den Allgemeinzustand deutlich beeinträchtigen oder ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf zusätzlich zur Schwangerschaft vorliegt.

Neben den Auswirkungen einer SARS-CoV-2-Infektion in der Schwangerschaft widmet sich die Leitlinien­gruppe auch den Effekten auf eine Geburt oder die Stillzeit. Dafür werden neben den bestehenden geburts­hilflichen Kriterien individuelle und der jeweiligen Situation angepasste Schutzmaßnahmen empfohlen, um die Gesundheit des Kindes und weiterer Personen zu schützen. © hil/aerzteblatt.de

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