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Politik

BA.5 nimmt auf sehr niedrigem Niveau zu

Freitag, 20. Mai 2022

/Stockwars, stock.adobe.com

Berlin – Der Anteil der Omikron-Subvariante BA.5 in Deutschland wächst, aber bisher auf sehr niedrigem Niveau. Er lag nach den jüngsten verfügbaren Daten, einer Stichprobe von vorletzter Woche, bei 1,4 Prozent.

In den Wochen zuvor waren es 0,5 und 0,3 Prozent, wie aus dem Coronawochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) von gestern Abend hervorgeht. Das stetige Wachstum der seit einiger Zeit vorherrschenden Omikron-Variante BA.2 scheint indes gestoppt, der Wert sank leicht auf nun 97,4 Prozent.

„Der aktuell besonders in Südafrika und zuletzt auch in Portugal zunehmende Trend der Omikron-Linien BA.4 und BA.5 geht dort mit einem Anstieg der COVID-19-Fallzahlen und Positivenrate einher“, schreibt das RKI. In Deutschland ist bei BA.4 bisher nur eine sehr kleine Zunahme auszumachen, von 0,1 auf 0,3 Prozent.

Auch bei Mischvarianten ist dem Bericht zufolge bisher kein starker Anstieg zu verzeichnen. Es werden aber nicht alle positiven Proben dahingehend untersucht.

Zur Entwicklung der Coronapandemie hält das RKI fest, dass die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche weiter gesunken sei: um 13,5 Prozent. Viele Indikatoren zu Krankenhauseinweisungen und Todesfällen nähmen weiter ab.

Der Infektionsdruck bleibe mit circa 400.000 innerhalb der letzten Woche an das RKI übermittelten COVID-19-Fällen aber hoch, so das RKI. In der Omikron-Welle waren in den vergangenen Monaten teils über eine Million Infektionen wöchentlich gemeldet worden.

Bei Kindern wird nach Einschätzung des RKI derzeit häufiger Grippe als Corona diagnostiziert. Betroffen seien insbesondere 5- bis 14-Jährige. Das RKI beruft sich auf Erkenntnisse aus der virologischen Überwachung.

Eine Grippewelle hat auch bislang in der Saison 2021/22 nach wissenschaftlicher Definition gar nicht erst begonnen, in der jüngsten Zeit wurden in Deutschland aber doch noch etwas mehr Grippefälle verzeichnet.

Die RKI-Fachleute sprechen von geringfügig erhöhter Influenzaaktivität. Die Arbeitsgemeinschaft Influenza hatte für die vergangene Woche von knapp 2.000 gemeldeten Fällen berichtet. Bei Grippe wird eine hohe Dunkelziffer nicht erkannter und nicht gemeldeter Fälle angenommen. © dpa/aerzteblatt.de

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