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Politik

SPD-Politikerin Baradari sichert Anhebung der hausärztlichen Budgets zu

Freitag, 20. Mai 2022

/picture alliance / dpa, Oliver Berg

Berlin – Die Anhebung der Budgetierung der ärztlichen Honorare im hausärztlichen Bereich werde kommen. Dies sicherte heute Nezahat Baradari (SPD), ordentliches Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages, zu.

Baradari, selbst Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, verwies im Rahmen einer Veranstaltung der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) auf den Koalitionsvertrag der Ampel, in welchem unter anderem dieser Punkt vereinbart worden war. Die Details seien noch abzuwarten – genau wie die weiteren gesundheitspolitischen Vorhaben werde man aber auch diesen Aspekt abarbeiten.

Zu den Problemen der Gesundheitsversorgung in strukturschwachen Regionen sagte Baradari, es sei aus ihrer Sicht denkbar, die ambulanten, vertragsärztlichen Strukturen bei Bedarf stärker als bislang zu fördern. Im Krankenhausbereich würden entsprechende Instrumente, beispielsweise die Sicherstellungszuschläge, bereits existieren.

Allgemein seien die kommenden Jahre entscheidend für die Transformationsprozess der Versorgungsland­schaft in Deutschland, so die SPD-Politikerin. Themen wie die Digitalisierung, die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des Klimawandels sowie Fragen der Strukturen, der Ambulantisierung und der Vernetzung müssten jetzt angegangen werden.

Dem stimmte Max Tischler, Facharzt für Dermatologie und Allergologie und Sprecher des Bündnisses Junge Ärzte, zu. Die Ärzteschaft, da den Patienten zugewandt und verpflichtet, kompensiere im Versorgungsalltag viele negative Begleitumstände und Rahmenbedingungen. Zwar schätze er die Attraktivität der ärztlichen Tätigkeit weiterhin als hoch ein – trotzdem seien auf etlichen Feldern Verbesserungen dringend notwendig.

Tischler nannte beispielhaft die Belastungen durch das Ausmaß der Bürokratie sowie die oftmals misslungene Digitalisierung und dadurch auftretenden Mehraufwand. Zudem sei das „ökonomische Korsett eng geschnürt“, was unter anderem die Zuwendung zum Patienten erschwere. Auch die ärztliche Weiterbildung und damit zusammenhängende finanzielle Fragen müssten mehr in den Fokus rücken.

Generell solle die ärztliche Aus- und Weiterbildung eine Erweiterung der vermittelten Kompetenzen erfahren, so Tischler. Insbesondere die Aspekte Digitalisierung und interprofessionelle Zusammenarbeit müssten mehr Beachtung finden.

Um die heterogene Versorgungslandschaft auf regionaler Ebene zu erhalten, seien nicht zuletzt auch wirksamere regulatorische Vorgaben zu Investoren erforderlich. © aha/aerzteblatt.de

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