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Medizin

Typ-1-Diabetes: Prävalenz steigt bei Kindern und Jugendlichen

Montag, 23. Mai 2022

/S.Kobold, stock.adobe.com

Düsseldorf – Aktuelle Schätzungen basierend auf einem deutschlandweiten Diabetesregister verzeichnen einen kontinuierlichen Anstieg der Diabetesprävalenz bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 20 für die Jahre 2002 bis 2020.

Anlässlich des Diabetes Kongresses 2022 präsentiert Anna Stahl-Pehe vom Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) und Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, aktuelle Trends und Schätzungen zur Typ-1-Diabetesprävalenz bei Kindern und Jugendlichen (<20 Jahre) in Deutschland (Abstract FV 04).

Die Datenbasis dafür lieferte das Diabetes Patienten Verlaufsdokumentation (DPV) Register zu den prävalenten Typ-1-Diabetes-Fällen zum Jahresende der Jahre 2002, 2008, 2014 und 2020, die jeweils 24.399, 32.915, 36.577 und 37.455 betrugen.

Für die Prävalenzschätzungen wurden alters- und/oder geschlechtsstandardisiert auf die Bevölkerung von 2020 berechnet. Für Trendschätzungen wurden Poisson-Modelle verwendet, adjustiert nach Alter und/oder Geschlecht.

Die standardisierten Prävalenzen pro 100.000 Personen lagen 2002 bei 138,9 (95 %-KI 137,1−140,6), 2008 bei 199,5 (95 %-KI 197,3−201,6), 2014 bei 238,1 (95 %-KI 235,7−240,6) und 2020 bei 245,6 (95 %-KI 243,1−248,0).

Der geschätzte durchschnittliche jährliche Anstieg der Prävalenz betrug somit 3,1 % (95 %-KI 3,0 %−3,2 %). Bei Jungen war der Prävalenzanstieg allerdings höher als bei Mädchen (3,3 % (95 %-KI 3,2 %−3,4 %) vs. 2,9 % (95 %-KI 2,7 %−3,0 %).

Die nach Altersgruppen 0−4, 5−9, 10−14 und 15−19 ausgewerteten Prävalenzen lagen 2020 jeweils bei 35,0, 156,8, 341,7 und 456,3 pro 100.000 Personen. Die altersspezifischen Trends betrugen somit -0,1 % (95 %-KI -1,2 %−1,0 %) für die Altersgruppe 0-4, 1,2 % (95 %-KI -0,2 %−2,6 %) für die Altersgruppe 5-9, 2,7 % (95 %-KI 1,6 %−3,8 %) für die Altersgruppe 10-14 und 4,6 % (95 %-KI 3,4 %−5,8 %) für die Altersgruppe 15-19.

Stahl-Pehe schlussfolgert daraus, dass bis auf die jüngste Altersgruppe der 0−4-Jährigen ein Anstieg der Typ-1-Diabetes-Fälle bei Kindern und Jugendlichen zu verzeichnen ist, wobei Jungen etwas häufiger betroffen sind als Mädchen.

Der durchschnittliche jährliche Anstieg der Prävalenz liegt derzeit bei mindestens 3 %. Aktuell sind etwa 25 von 10.000 Kindern und Jugendlichen an einem Typ-1-Diabetes erkrankt. © cw/aerzteblatt.de

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