NewsMedizinIcodec deckt Basalinsulinbedarf bei 1 Mal wöchentlicher Gabe
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Icodec deckt Basalinsulinbedarf bei 1 Mal wöchentlicher Gabe

Mittwoch, 25. Mai 2022

/Syda Productions, stock.adobe.com

Neuss – Die molekularen Modifikationen des Basalinsulins Icodec gehen mit pharmakodynamischen Eigen­schaften einher, die eine 1 Mal wöchentliche Gabe ermöglichen (BMJ Open Diabetes Research and Care, 2021; DOI: 10.1136/bmjdrc-2021-002301). Insulin Icodec wird derzeit klinisch erforscht und ist ein neu­artiges, lang wirkendes Insulinanalogon. Es wurde entwickelt, um den Basalinsulinbedarf bei 1 Mal wöchentlicher subkutaner Verabreichung zu decken.

Ulrike Hövelmann vom Profil Institut für Stoffwechselforschung GmbH in Neuss stellt anlässlich des Deutschen Diabeteskongresses präklinische Forschungsergebnisse zu den molekularen und biologischen Eigenschaften von Insulin Icodec vor (Abstract P 021).

Insulin Icodec ist charakterisiert durch eine mittlere Halbwertszeit von etwa 196 Stunden. Es wurden ent­sprechende Modifizierungen vollzogen, um ein albumingebundenes zirkulierendes Depot von Icodec zu ermöglichen, dass ähnlich wie Humaninsulin wirkt, aber langsamer abgebaut wird.

Die molekularen Veränderungen umfassen zum Beispiel eine C20-Fettsäure-haltige Seitenkette, die über einen hydrophilen Linker stark, aber reversibel mit Albumin verbunden ist. Darüber hinaus wurden drei Aminosäuren (A14E, B16H und B25H) substituiert, die zu einen reduzierten enzymatischen Abbau und zur Abschwächung der Bindung und Clearance an den Insulinrezeptors beitragen, wodurch die Halbwertszeit von Insulin icodec weiter verlängert wird.

Zell-basierte In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Insulin Icodec ein spezifischer und vollständiger Agonist des menschlichen Insulinrezeptors ist, der die gleiche dosisabhängige Wirkungsweise wie Humaninsulin aufweist. Da es ähnlich wie Humaninsulin eine Phosphorylierung des Insulinrezeptors und weitere intrazelluläre Signalwege (Phospho-AKT und -ERK) stimuliert.

Funktionelle Assays haben gezeigt, dass Insulin Icodec gleiche metabolische Effekte induziert wie Human­insulin. Die Affinität von Insulin icodec für den IGF-1-Rezeptor (insulinähnlicher Wachstumsfaktor-1-Rezeptor) war niedriger als dessen Bindung an Insulinrezeptoren.

In-vitro war die mitogene Stimulation von Insulin icodec in verschiedenen menschlichen Zellen (primäre menschliche Brustzellen (HMEC) sowie Brust- und Dickdarmkarzinomzellen (MCF-7 und COLO 205)) im Vergleich zu Humaninsulin gering.

Insulin Icodec ist ein neuartiges Insulinanalogon mit einer langen Halbwertszeit, dass für 1 Mal wöchent­liche Injektionen geeignet sein und den Basalinsulinbedarf für eine ganze Woche decken kann, so das Fazit von Hövelmann.

Die ersten klinischen Studienergebnisse bei Patienten mit Typ-2-Diabetes haben gezeigt, dass Insulin icodec gut vertragen wurde und eine nahezu gleichmäßige glukosesenkende Wirkung über das gesamte Dosierungsintervall von 1 Woche ermöglichte. © cw/aerzteblatt.de

Liebe Leserinnen und Leser,

diesen Artikel können Sie mit dem kostenfreien „Mein-DÄ-Zugang“ lesen.

Sind Sie schon registriert, geben Sie einfach Ihre Zugangsdaten ein.

Oder registrieren Sie sich kostenfrei, um exklusiv diesen Beitrag aufzurufen.

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort


Mit der Registrierung in „Mein-DÄ“ profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

Newsletter
Kostenfreie Newsletter mit täglichen Nachrichten aus Medizin und Politik oder aus bestimmten Fachgebieten
cme
Nehmen Sie an der zertifizierten Fortbildung teil
Merkfunktion
Erstellen Sie Merklisten mit Nachrichten, Artikeln und Videos
Kommentarfunktion und Foren
Kommentieren Sie Nachrichten, Artikel und Videos, nehmen Sie an Diskussionen in den Foren teil
Job-Mail
Erhalten Sie zu Ihrer Ärztestellen-Suche passende Jobs per E-Mail.
Themen:

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER