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Politik

G7-Gesundheits­minister beschließen Pandemiepakt

Freitag, 20. Mai 2022

/picture alliance, Bernd von Jutrczenka

Berlin – Die G7-Gesundheitsminister haben sich bei ihrem Treffen in Berlin auf einen Pakt zur Bekämpfung von Pandemien geeinigt. „Damit unterstreichen wir: Diese Pandemie wird nicht die letzte sein“, betonte Bundes­gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).

Man müsse „heute vorsorgen, um morgen nicht wieder überrascht zu werden“. Ziel sei, Ausbrüche künftig schneller zu erkennen und effektiver darauf zu reagieren. Dafür sollen weltweit Expertennetzwerke aufgebaut und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestärkt werden.

Ein Ausbruch irgendwo in der Welt soll sich so gar nicht erst zu einer Pandemie entwickeln. Das im September in Berlin eröffnete globale Pandemiefrühwarnsystem der WHO soll als Schnittstelle genutzt werden, damit Daten schneller und besser analysiert und genutzt werden können, wie die G7-Ministerinnen und -Minister beschlossen.

Zudem soll die WHO mehr Geld bekommen. „Die G7 wollen ihre Pflichtbeiträge langfristig um 50 Prozent erhöhen“, sagte Lauterbach bei der Pressekonferenz.

Die Gesundheitsminister der G7-Staaten Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Japan, Kanada und den USA hatten ihr Treffen gestern begonnen. Neben Hilfe für die Ukraine will die G7 auch die zunehmende Problematik von Antibiotikaresistenzen angehen.

Lauterbach kritisierte, dass die Frequenz sich verlangsame, in der Antibiotika entwickelt würden. Das führe langfristig zu „einem großen Problem“. Die G7-Staaten wollen deshalb „die stille Pandemie von Antibiotika­resistenzen mit allen Kräften bekämpfen“, hieß es in der Abschlusserklärung. Die Forschung in dem Bereich und die Entwicklung neuer, dringend benötigter Antibiotika soll deshalb gefördert werden.

In Bezug aufs Klima verpflichten sich die G7-Staaten bis spätestens 2050 Gesundheitssysteme klimaneutral zu gestalten. Es müsse das Ziel sein, Menschen weltweit besser vor den gesundheitlichen Folgen des Klimawan­dels zu schützen, hieß es heute.

Dazu gehöre es, Frühwarnsysteme effektiver für den Gesundheitsschutz zu nutzen, Maßnahmen zur Klimaan­passung in die Ausbildung von Gesundheitsfachkräften zu integrieren und die Zusammenarbeit der G7-Public Health Institute zu Klima und Gesundheit zu fördern. © afp/may/aerzteblatt.de

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