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Ausland

Blutspenderegeln in Österreich ausgeweitet

Montag, 23. Mai 2022

/Elnur, stock.adobe.com

Wien – Die österreichische Bundesregierung will Homosexuellen, Bisexuellen und Transgender den gleichberechtigten Zugang zur Blutspende ermöglichen.

„Wir beseitigen damit eine völlig aus der Zeit gefallene Ungleichbehandlung“, sagte Gesundheits­minister und Grünen-Politiker Johannes Rauch in Wien. Die neuen Regeln zur Blutspende treten „in diesem Sommer“ in Kraft, wie ein Regierungssprecher mitteilte.

Laut einer neuen Verordnung der konservativ-grünen Regierung gilt künftig eine „drei mal drei Regel“ für alle: Wer innerhalb der letzten drei Monate mit drei verschiedenen Partnern Sex hatte, wird für drei Monate von der Blutspende ausgenommen – unabhängig von Geschlecht und sexu­eller Orientierung. Künftig zähle nur noch das individuelle Verhalten und nicht, „wen man liebt oder wer man ist“, sagte Rauch.

Auch der größere Koalitionspartner der Grünen, die konservative ÖVP, habe der Verordnung zu­gestimmt. In den vergangenen Jahren hatte sie sich gegen Veränderungen beim Blutspenden gestellt. Bisher waren in Österreich von der Blutspende Menschen ausgeschlossen, die „riskante“ sexuelle Kontakte in den vergangenen zwölf Monaten hatten.

Laut Aktivisten lehnten mehrere Organisationen, darunter das Rote Kreuz, auf dieser Grundlage Blutspenden von Homosexuellen, Bisexuellen und Transgender ab – unter Verweis auf ein an­geblich erhöhtes Aidsrisiko.

In jüngster Zeit hatten die USA, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Spanien, Italien und Israel es Homosexuellen, Bisexuellen und Transgender mit gesetzlichen Änderungen erleichtert, Blut zu spenden. © afp/aerzteblatt.de

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